Essensausgabe im Zeltlager: Korbinian Heintze (r.) wird für seine Kochkünste besonders gelobt. Foto: Privat

Blutkrebs

Katholische Jugend kämpft für ihren „Korbi“

Korbinian Heintze hat Blutkrebs. Der 20-jährige Stockdorfer bekam die Diagnose vor etwa einem Monat – zum zweiten Mal. Die Katholische Jugend des Pfarrverbandes möchte ihm nun helfen, einen Stammzellspender zu finden: mit einer Typisierungsaktion.

Würmtal – Mit 16 Jahren wurde bei Korbinian Heintze erstmals Leukämie festgestellt. Es folgte eine Chemotherapie, nach zwei Jahren schien er geheilt. Nun ist der Krebs zurückgekehrt. „Die Nachricht hat uns sehr schockiert“, sagt Tobias Sailer, der zusammen mit Heintze unter anderem die Schneewochenenden der Katholischen Jugend des Pfarrverbandes St. Elisabeth organisiert. Der 20-jährige Medizinstudent Heintze braucht eine Stammzellenspende – wohl seine einzige Chance, die Krankheit zu überwinden.

Zunächst überwog der Schock. Dann überlegten die Mitglieder der Katholischen Jugend, wie sie „dem Korbi“, wie sie ihn nennen, helfen können. „Wir wollen ihm beistehen, ihm zeigen, dass er nicht allein ist“, erklärt Sailer. Allein mit Krankenbesuchen im Klinikum Großhadern ist das nicht getan.

Daher haben sie zusammen mit der Gautinger Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern (AKB) eine Typisierungsaktion organisiert. Sie wollen hierdurch einen geeigneten Spender für Heintze finden. Am Samstag, 30. Juni, stehen im Pfarrheim St. Elisabeth von 11 bis 16 Uhr Ärzte bereit, um potenziellen Spendern Blut- und Speichelproben zu entnehmen. Neben Verpflegung sorgen die Jugendleiter auch für eine Kinderbetreuung, damit sich möglichst viele Menschen typisieren lassen und sich nach der Blutentnahme noch etwas erholen können.

Das diesjährige Johannisfeuer in Planegg hat Heintze, selbst Jugendleiter im Pfarrverband, noch mit organisiert. Dabei sein kann er nicht. Doch im Rahmen der Feier am Samstag, 16. Juni, will die Katholische Jugend schon auf die Typisierungsaktion aufmerksam machen – mit einem Stand auf dem Parkplatz des Feodor-Lynen-Gymnasiums.

Sein Studium und sein Ehrenamt als Pfarrgemeinderat muss der Ministrant Korbinian Heintze derzeit ruhen lassen. Wegen der laufenden Chemotherapie ist er ans Krankenbett gebunden. Im Pfarrverband wünschen sie sich, dass ihr engagierter Freund und Mitstreiter so schnell wie möglich wieder auf die Beine kommt. Und, dass der Jugendleiter bald wieder mit ins Zeltlager und zum Schneewochenende fahren kann. Seine Kochkünste genießen einen besonders guten Ruf bei den Kindern. Einmal, da sollten die Kleinen Feedback zum Schneewochenende abgeben. Auf einem der Zettel stand „Warum schmeckt das Essen hier besser als daheim?“

Nähere Informationen

zur Typisierungsaktion am Samstag, 30. Juni, zur Stammzellenspende und zu Spendevoraussetzungen gibt es bei der Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern online unter akb.de und telefonisch unter 89 32 66 28.

Katja Brenner

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