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Leben retten im Gastland: Der 18-jährige Maxym Bondarenko kommt aus der Ukraine, studiert demnächst in München Informatik und schaute bei der BRK-Blutspendeaktion im Rathaus in Gilching vorbei.

Blutspende

Der Bedarf kennt kein Sommerloch

Der Sommer rückt näher – und damit auch die schwierigste Zeit für den BRK-Blutspendedienst. Dabei ist Bedarf immer gleich groß. Umso wichtiger sind die Blutspendeaktionen wie die in Gauting.

Gauting– Alles vorbereitet für die Blutspender im Gautinger Rathaus. Das BRK Starnberg und der Blutspendedienst des BRK hatten alles aufgebaut, Brotzeit und Geschenke waren ausgebreitet und drei Ärzte standen bereit, nachdem beim letzten Termin ein großer Andrang geherrscht hatte und 153 Spender erschienen waren.

In Familie erschienen Thomas Nordgerling aus Gauting und seine Tochter Mira zur Blutspende

Kurz vor Beginn um 16 Uhr hatte sich auch schon eine kleine Schlange gebildet, danach aber ging es für die Spender zügig und flott. Auch wenn es wünschenswert gewesen wäre, wenn noch mehr Gautinger den Weg ins Rathaus gefunden hätten, so war die Bilanz mit 101 Spendenwilligen und 89 tatsächlichen Spendern dann doch nicht so schlecht, wenngleich um ein Drittel geringer als beim letzten Termin, schreibt Karin Windorfer vom Bayerischen Roten Kreuz.

Vielleicht lag es am anfangs strahlenden Sonnenschein, der mit dem Besuch in der Eisdiele lockte, oder am strömenden Platzregen später, der die Gautinger davon abhielt, zum Lebensretten ins Rathaus zu kommen. Manch einer hat es aber dann trotzdem gewagt. So Thomas Nordgerling aus Gauting, der mit seiner Tochter Mira kam. Schreiben Sie „Vater und Tochter“, sagte er sichtlich stolz und das kann er auch sein, denn seine Tochter blickt schon auf neunmaliges Blutspenden zurück. Er selbst kann die vielen Male gar nicht mehr zählen.

Die beeindruckende Zahl von 72 Blutspenden zählte auch Andreas Großmann von der Gautinger Feuerwehr auf, der mit seiner Schwester Evi Stanje da war. Erst am Anfang seiner Lebensretterkarriere steht hingegen Maxym Bondarenko aus der Ukraine, der das erste Mal beim Blutspenden war. Mit seinen jungen 18 Jahren beginnt er demnächst in München ein Informatikstudium an der TUM und nutzte die erste Gelegenheit, etwas Gutes in seinem Gastland zu tun.

Aber auch wenn es dieses Mal eher ruhig zuging, 89 Blutspenden konnten verwendet werden. Wenn man davon ausgeht, dass mit einer 490 Milliliter-Spende im Schnitt drei Leben gerettet werden können, da ja alle Bestandteile des Blutes eingesetzt werden, dann entspricht dies einer beeindruckenden Bilanz von 267 potenziell geretteten Leben, was wirklich höchste Anerkennung verdient. „Unterstützen auch Sie uns und kommen zu unseren Blutspendeterminen“, schreibt Karin Windorfer weiter. Die nächsten Termine sind am 21. Juni in Krailling und am 28. Juni in Starnberg, danach geht es am 20. Juli in Gilching weiter. Die Gautinger können sich den 28. August und den 30. Oktober vormerken. 

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