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Lichtdurchflutete Räume machen den Aufenthalt in den neuen Räume im Kinderhaus nicht nur für die zu betreuenden Kinder angenehm, sondern auch für Einrichtungsleiterin Julia Böhm-Schweizer.

BRK-Kinderhaus

„Henry & Henriette“ legen  los

Erst nach und nach werden die 95 Betreuungsplätze im neuen BRK-Kinderhaus an der Starnberger Straße in Gauting besetzt. Eröffnet wurde schon jetzt. Leiterin Julia Böhm-Schweizer führt durch die neuen Räume.

Gauting – Im lichten Krippenraum des neu eröffneten Gautinger BRK-Kinderhauses „Henry & Henriette“ an der Starnberger Straße spachtelt der erst 15 Monate alter Bub voller Genuss Spätzle mit Soße. Die fünf Kleinkinder, die schon selbstständig ihr Mittagessen löffeln, sind noch in der Eingewöhnungsphase, erklärt Erzieherin und Kinderhausleiterin Julia Böhm-Schweizer (30). Schon seit Juli werden die ersten Mädchen und Buben in dem neuen Kinderhaus betreut, sagt die zuständige BRK-Bereichsleiterin Andrea Griese-Pelikan. „Nach und nach“ wird die neue Einrichtung mit insgesamt 95 Plätzen in Krippe, Kindergarten und Hort nun gefüllt.

Noch steht der Bauzaun ums Gelände auf der Wiese beim Lidl-Markt. Denn im rückwärtigen Bereich Richtung Hangkante wird bereits für das künftige BRK-Seniorenzentrum ausgebaggert. Auf dem großen Papier im Eingangsfoyer haben sich schon die ersten Kinder mit bunten Abdrücken ihrer Händchen verewigt. Die noch kahlen Räume sind weiß gestrichen und lichtdurchflutet. Ganz brav sitzen die von einer Erzieherin betreuten fünf Zwergerl auf ihren Holzstühlchen am Mittagstisch. „Die Kinder sollen die Räume mitgestalten“, erklärt Julia Böhm-Schweizer. „Partizipation“, also Teilhabe, sei das pädagogische Ziel. Am Rand des Gruppenraums schaut eine Mutter zu: Ihre Tochter ist noch in der Eingewöhnungsphase. Geübt bilden die Mädchen und Buben einen Kreis um ihre Erzieherin. Vor dem Mittagessen geht’s zum Waschraum mit den Kinderbecken. „Ich bin zufrieden“, sagt Sanela Jankovi. „Innen drin ist alles super. Und auch draußen wird’s langsam“, sagt die Mutter von zwei Kindern.

Natürlich gebe es vor der Tür noch eine Baustelle, räumt Böhm-Schweizer ein. Aber die sei mit dem Bauzaun gut gesichert – und die Baufahrzeuge haben eine abgetrennte Zufahrt: Bis 2020 soll das künftige Seniorenzentrum mit Pflegeheim und Café-Treffpunkt fertig sein. Intergenerative Pädagogik mit gegenseitigen Besuchen werde Schwerpunkt des neuen Kinderhauses, erläutert die 30-Jährige. Wie einst die eigene Großmutter werde zum Beispiel eine ältere Bewohnerin einem Kindergartenkind mal vorlesen. Auch auf dem Mehrgenerationen-Campus sind gemeinsame Aktionen von Alt und Jung geplant.

Oben im zweiten Stock des Kinderhauses neben dem Hort laufen noch Bauarbeiten: Dort entstehen zehn dringend benötigte Wohnungen für BRK-Mitarbeiter aus dem ganzen Landkreis, sagt Andrea Griese-Pelikan. Im Kinderhaus zum Beispiel fehlten derzeit wieder eine Erzieherin mit Horterfahrung und eine Kinderpflegerin, da eine Kollegin schwanger sei und die andere aktuell einen Pflegefall in ihrer eigenen Familie habe. Die teuren Mieten im Landkreis seien einfach ein großes Problem.

Christine Cless-Wesle

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