Der Mehrgenerationencampus in Gauting nimmt Gestalt an: Marcus Wicke (BRK-Bereichsleiter Senioren und Pflege), Angelika Ziegler (Hausdame) und Jan Lang (BRK-Kreisgeschäftsführer) beim Baustellenbesuch (v.l.).
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Der Mehrgenerationencampus in Gauting nimmt Gestalt an: Marcus Wicke (BRK-Bereichsleiter Senioren und Pflege), Angelika Ziegler (Hausdame) und Jan Lang (BRK-Kreisgeschäftsführer) beim Baustellenbesuch (v.l.).

Campus mit 22 Appartements

BRK-Leuchtturm-Projekt für Generationen in Gauting: Besuch auf der Baustelle

An der Starnberger Straße in Gauting baut das BRK derzeit einen Mehrgenerationencampus. Die 22 Appartements des „Betreuten Wohnen“ sollen schon im Mai bezugsfertig sein. Ein Baustellenbesuch.

Gauting – Auf der sogenannten Naßl-Wiese direkt neben dem Gautinger Lidl-Markt entsteht gerade ein kleines Dorf. Wenn der Mehrgenerationencampus des BRK spätestens im Juli bezogen sein wird, „wohnen hier 360 Personen“, erklärt BRK-Kreisgeschäftsführer Jan Lang bei einem Rundgang über die Baustelle. Geplant sind in diesem zweiten Bauabschnitt 84 vollstationäre Pflegeplätze in Hausgemeinschaften, Tagespflege, Café/Restaurant, Marktplatz und BRK-Sozialstation. Rund 25 Millionen Euro fließen in das Projekt.

Noch laufen die Arbeiten auf Hochtouren. Bauherrin des zweiten Abschnitts des Mehrgenerationencampus ist die BG Immobiliengruppe Eichenau, sagt Lang. Beim Ortstermin verweist er auf ansprechend gestaltete Häuser, die sich um den Innenhof gruppieren. Gleich gegenüber von der BRK-Kita „Henry & Henriette“, die für 5,1 Millionen Euro gebaut wurde, entsteht der künftige Marktplatz mit Café/Restaurant, Außenterrasse und Wochenmarkt, erklärt Lang. Dort könnten sich auch Eltern treffen, die ihren Nachwuchs gerade in der Krippe abgegeben haben.

Über eine Art Piazza, um die sich weitere Häuser mit Balkonen gruppieren, gelangt man zum rückwärtigen Haus in Hanglage unterhalb des Krapfbergs. Die Vorderfront der hellen Fassade ist in warmem Terrakotta-Rot gestrichen. In diesem Komplex entsteht das Betreute Wohnen mit 22 barrierefreien Appartements. Im weitläufigen Eingangsbereich mit großen Fensterfronten wird ein Flügel für kleine Kulturevents stehen, sagt Lang. Es wird dort auch eine Bibliothek eingerichtet. Im ersten Stock gibt’s einen Veranstaltungssaal für größere Feiern. Vom Balkon blickt man auf die künftige Piazza mit Bachlauf. Architekt Otto Hartmann habe bereits eine Skulptur bei Künstler „Marsilius“ in Auftrag gegeben, erzählt Jan Lang.

Die 22 Mietappartements des Betreuten Wohnens sind zwischen 44 und 97 Quadratmeter groß „und nicht ganz günstig“, räumt Lang ein. Der Netto-Mietpreis liege bei 23 Euro pro Quadratmeter. Hinzu kämen die Kosten für die Hausdame, „die täglich 30 Stunden vor Ort ist“, für Hausnotruf und innovative digitale Hilfsinstrumente. Doch mit bis zu 24 Euro pro Quadratmeter, „liegen wir hier in Gauting günstiger als andere“, betont Marcus Wicke, der Bereichsleiter Senioren und Pflege beim BRK Starnberg. Fürs Betreute Wohnen im Andechser Hof Herrsching des BRK zahlten die Mieter bereits 30 Euro pro Quadratmeter.

Mit weiteren 84 vollstationären Plätzen in sechs familienähnlichen Hausgemeinschaften im Pflegeheim-Komplex sowie der Tagespflege für 20 Gäste gebe es für die künftigen Bewohner fließende Übergänge – je nach Pflege- und Betreuungsbedarf. Mit ambulantem Pflege- und Hauswirtschaftsdienst, einem Begegnungszentrum sowie der Nachbarschaftshilfe „Gauting hilft“ werde dies ein „Leuchtturm-Projekt“, ist Lang überzeugt. Ein Glücksfall sei Angelika Ziegler, die Hausdame des Betreuten Wohnens, das voraussichtlich am 8. Mai starten wird. Ziegler erreichen Interessierte unter Angelika.Ziegler@brk-starnberg.de.

Christine Cless-Wesle

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