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Der Landrat und die Nüsse: Gerhard Held, Ulrich Ellwanger, Rudolf Ulrich, Kreisrat Tim Weidner, Landrat Karl Roth, Werner Deiglmayr, Martin Pilgram, Christian Winklmeier, Annika Schramm, Hubert Schloter und Sibylle Schwarzbeck (v.l.) bei der Übergabe der Unterschriften des Bündnisses Pro Bannwald.

Bündnis Pro Bannwald

Nüsse aus Gilchingfür den Kreistag

Das Bündnis Pro Bannwald will das geplante Gewerbegebiet im Unterbrunner Holz aufhalten. Dazu überreichten die Mitglieder der Initiative dem Kreistag einen Ordner mit Meinungen von 1676 Internetnutzern - und ebenso viele Nüsse.

Gauting/Gilching – Das Aktionsbündnis Pro Bannwald hat Landrat Karl Roth gestern zu Beginn der Kreistagssitzung einen Ordner mit Meinungen von 1676 Internetnutzern zum Thema Gautinger Gewerbegebiet übergeben – und dazu ebenso viele Haselnüsse, schließlich seien Nüsse zu knacken. An den Kreistag wandten sich Christian Winklmeier und seine Mitstreiter, weil dieser über die Herausnahme der Flächen aus dem Landschaftsschutz wird entscheiden müssen – aber nicht so bald.

Winklmeier erklärte vor dem Kreistag, er sehe viele Schlagworte des Markenprozesses bei der Gautinger Planung im Unterbrunner Holz (Asto-Eco-Park) nicht eingehalten. Er hoffe zwar noch, Gauting gebe den Plan auf, weil er nur scheitern könne, sagte jedoch zu den Kreisräten: „Sie entscheiden, ob ein Erholungswald bestehen bleibt.“ Anhand der Online-Petition erkenne man, wie viele Gilchinger und Landkreisbürger dächten. Laut Petitionsplattform kamen von den 1676 Teilnehmern 1338 aus dem Landkreis. Winklmeier machte erneut auf alternative Standorte für ein Gautinger Gewerbegebiet aufmerksam, etwa an den Kiesgruben.

Landrat Roth wünschte sich einen Nussknacker

Landrat Roth nahm Ordner und Nüsse entgegen, wünschte sich scherzhaft einen Nussknacker dazu und erklärte, man werde sich dem Thema „intensiv widmen“. Aber nicht sofort, sondern wenn ein Antrag aus Gauting zur Herausnahme vorliege.

Das kann noch etwas dauern, erklärte Gautings Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger auf Anfrage. Derzeit werte man die Anregung aus dem Verfahren aus. Sie hoffe, dass der Antrag auf Herausnahme aus dem Landschaftsschutz im ersten Halbjahr 2019 gestellt werden könne. Die von Winklmeier in den Raum gestellten Alternativen seien „die ungeeignetsten Gebiete überhaupt“. Die Kiesgruben seien nur zeitweise genehmigt, man wäre weiter von der Autobahn entfernt und würde mehr Verkehr produzieren. Im Unterbrunner Holz setze die Gemeinde hingegen Gewerbe zu Gewerbe (Gilching-Süd), und sei sich bewusst, dass sie mit dem Gebiet verantwortungsvoll umgehen müsse.  

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