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Hier jubelt „Zukunft Gauting“, die Bürgergruppierung, die das Ratsbegehren unterstützt hatte (von links): Fred Rauscher, Benedikt Kössinger und Wolfgang Kastelspitz.

Ergebnisse und Reaktionen

Gauting hat gewählt: Altes Grundschulareal darf bebaut werden wie geplant

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  • Stephan Müller-Wendlandt
    Stephan Müller-Wendlandt
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An Sonntag haben die Gautinger in einem Bürgerentscheid über die Bebauung des ehemaligen Grundschulareals entschieden. In unserem Live-Ticker erfahren Sie alles zu den Ergebnissen.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Insgesamt 15.886 Gautinger Bürger waren am Sonntag dazu aufgerufen, in einem Bürgerentscheid über die künftige Bebauung des alten Grundschulareals am Bahnhof abzustimmen.
  • Es ging um die Frage, ob die Planung für drei Gebäude mit insgesamt 60 Wohnungen, einigen Büros und Arztpraxen sowie einem Edeka-Markt und einem dm-Markt fortgesetzt wird oder nicht.
  • Das Interesse der Gautinger war groß: Mehr 50 Prozent gaben ihre Stimme ab. Für das Ratsbegehren - und damit für die Planung - stimmten 5597 Gautinger (67,74 Prozent). Für das Bürgerbegehren, das den Stopp der Planungen zum Ziel hatte, stimmten 3007 Gautinger. Damit können die Planungen wie vorgesehen weiterlaufen.
  • Das Statement von Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger nach der Auszählung - hier klicken

Impressionen vom Wahlabend:

Der Wahlabend in Gauting beim Bürgerentscheid

Live-Ticker: Die Entscheidung am Sonntag ganz aktuell 

21.55 Uhr: Mit diesem deutlichen Ergebnis verabschieden wir uns von unserem Liveticker und bedanken uns für Ihr Interesse.

21.41 Uhr: Das vorläufige Endergebnis liegt vor: Für das Ratsbegehren haben 5597 Gautinger gestimmt (67,74 Prozent), 2666 (32,26 Prozent) stimmten dagegen. Für das Bürgerbegehren von „GautingAktiv“ haben 3007 Gautinger gestimmt (39,08 Prozent) und 4687 (60,92 Prozent) dagegen. Damit steht fest: Die Planungen zur Bebauung des alten Grundschulareals am Bahnhof können weiterlaufen. 

21.32 Uhr: Noch immer fehlt ein Briefabstimmungslokal. An der grundlegenden Tendenz dürfte das aber nichts mehr ändern: In allen anderen elf Briefabstimmungslokalen hat es mehr Ja- als Nein-Stimmen für das Ratsbegehren gegeben - und mehr Nein- als Ja-Stimmen für das Bürgerbegehren. An den Urnen ist die Tendenz ebenso.

21.20 Uhr: Das große Interesse der Gautinger zeigt sich auch an der Zahl der Bürger, die im Rathausfoyer den Abend live verfolgen. Zu Spitzenzeiten hatten sich dort 120 Interessierte versammelt und auf neue Zahlen gewartet. In der Zwischenzeit sind die ersten wieder nach Hause gegangen. Ihnen hat die mittlerweile wohl eindeutige Tendenz pro Ratsbegehren genügt.

21.16 Uhr: Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger hält sich derweil mit einer Stellungnahme weiterhin zurück. Sie will erst das vorläufige Endergebnis vorliegen haben.

21.07 Uhr: Die Auszähler sind auf der Zielgeraden. Ein Briefstimmbezirk fehlt noch, dann steht das vorläufige Endergebnis fest. Die Vertreter von „Zukunft Gauting“, die das Ratsbegehren unterstützt haben, feiern derweil. „Es schaut sauguad aus“, hat Fred Rauscher bereits auf Facebook geschrieben.

20.56 Uhr: Vertreter von Sontowski und Partner wollen sich bislang noch nicht zum Bürgerentscheid äußern. In einer Erklärung am vergangenen Mittwoch hießt es gegenüber dem Starnberger Merkur aber unter anderem: „Sollte die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger das Ratsbegehren annehmen, werden wir wie geplant fortfahren und unsere Pläne mit der Gemeindeverwaltung Gauting besprechen. Zudem werden wir die vielen Anregungen, die wir aus unseren Dialogveranstaltungen mitgenommen haben, auf mögliche Umsetzung prüfen.“

20.43 Uhr: Jetzt warten alle aufs vorläufige Endergebnis.

Die ehrenamtlichen Helfer bei der Auszählung.

20.26 Uhr: Sollte sich der Trend bestätigen und das Ratsbegehren eine Mehrheit bekommen, dann rücken womöglich noch in diesem Jahr die Bagger auf dem ehemaligen Grundschulareal an. Der Investor Sontowski und Partner hatte bereits vorige Woche mitgeteilt, dass bei einem aus seiner Sicht positiven Ausgang des Bürgerentscheids und bei passender Witterung noch in diesem Jahr Gründungsmaßnahmen vorgenommen werden könnten.

20.20 Uhr: Auch wenn auf der Internetseite der Gemeinde Gauting seit über eine halben Stunde keine neuen Zahlen mehr angezeigt werden, verfestigt sich der Trend pro Ratsbegehren, auch wenn aktuell noch fünf Stimmbezirke ausgezählt werden müssen.

20.14 Uhr: Es gibt eine erste Stellungnahme von GautingAktiv, die ja das Bürgerbegehren eingereicht hatten. Angelika Siegmund sagt: Die Wahlbeteiligung mache deutlich, dass das Interesse für die Neubebauung des Grundschulareals sehr groß sei. Jedoch habe das vom Gemeinderat initiierte Ratsbegehren den Anliegen der Bürgerinitiative geschadet.

19.58 Uhr: Da war jemand scheinbar ein bisschen sehr optimistisch. Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger bestätigt gerade den Trend pro Ratsbegehren, es fehlen aber noch acht der insgesamt zwölf Briefabstimmungsbezirke.

19.46 Uhr: Geht jetzt womöglich auf einmal alles ganz schnell? Die neuste Information aus dem Rathaus heißt: In zehn Minuten könnte ein vorläufiges Gesamtergebnis vorliegen.

19.35 Uhr: Derzeit scheint es bei der Auszählung irgendwo zu hängen. Seit einer knappen halben Stunde hat es keine neuen Zahlen mehr gegeben.

60 Wohnungen und Einkaufsmöglichkeiten im Erdgeschoss sollen auf dem früheren Schulgelände beim Gautinger Bahnhof entstehen. Der Initiative „Gauting aktiv“ ist das Projekt zu massiv, mit einem Bürgerentscheid soll eine Neuplanung erzwungen werden.

19.29 Uhr: Jetzt gibt es eine erste Reaktion: Gautings CSU-Vorsitzender Stephan Ebner spricht gegenüber dem Starnberger Merkur von einem sehr guten Ergebnis für die Gemeinde. Und er dankt der Bürgergruppe „Zukunft Gauting“, die sich für das Ratsbegehren stark gemacht hat. Ebner: „Schön, dass es eine Bürgerbewegung gibt, die für etwas eintritt.“

19.25 Uhr: Bislang ist etwa erst ein Drittel der Stimmen ausgezählt. Den Gästen im Gautinger Rathaus ist das für eine erste Einschätzung noch zu unsicher.

19.18 Uhr: Sollte es bei diesen Ergebnissen bleiben, hat die Stichfrage übrigens keine Relevanz. Bekanntlich hatten die Gautinger ja drei Stimmen abzugeben: für oder gegen das Ratsbegehren, für oder gegen das Bürgerbegehren und bei der Stichfrage, die zum Tragen kommt, wenn beide Begehren zuvor eine Mehrheit bekommen würden. Danach schaut es - Stand jetzt - nicht aus. Aber der Abend ist noch lang.

19.07 Uhr: Der Trend setzt sich fort. Nach zehn ausgezählten Stimmlokalen liegt die Zustimmung zum Ratsbegehren jetzt bei 60,56 Prozent (923 Stimmen), die zum Bürgerbegehren bei 46,43 Prozent (676 Stimmen).

18.52 Uhr: Das Ratsbegehren hat die Zustimmungsmarke von 60 Prozent geknackt. Nach der Auszählung von neun Abstimmungslokalen liegt die Zustimmung bei 60,08 Prozent. Das Bürgerbegehren dagegen kommt derzeit nur auf 46,51 Prozent Zustimmung und wäre damit gescheitert. Aber noch müssen mehrere  tausend Stimmzettel ausgezählt werden.

18.46 Uhr: Weitere Auszählungsergebnisse trudeln ein - und die scheinen den Trend der ersten Zahlen zu bestätigen. Aktuell haben sieben Abstimmungslokale bereits ausgezählt. Demnach haben beim Ratsbegehren 547 Gautinger (58,32 Prozent) mit Ja und 391 Gautinger (41,68 Prozent) mit Nein gestimmt. Beim Bürgerbegehren haben 430 Gautinger (47,72 Prozent) mit Ja und 471 Gautinger (52,28 Prozent) mit Nein gestimmt.

18.44 Uhr: Das Foyer im Rathaus füllt sich. Reaktionen auf die ersten Zahlen zeigen die Anwesenden noch nicht.

18.41 Uhr: Die ersten Ergebnisse sind da - und sie sind knapp. Drei Abstimmungslokale haben ihre Schnellmeldungen vorgelegt. Die Zahlen: Eine Mehrheit für das Ratsbegehren mit 180 Stimmen (56,25 Prozent) gegen 140 Stimmen (43,75 Prozent) - und eine Mehrheit gegen das Bürgerbegehren mit 148 Stimmen (48,05 Prozent) gegen 160 Stimmen (51,95 Prozent). 

18.31 Uhr: Die Sprecherin der FDP-Fraktion im Gautinger Gemeinderat und Kreisvorsitzende ihrer Partei, Britta Hundesrügge, ist im Rathaus eingetroffen. Eine Wahlempfehlung für den heutigen Sonntag hatte die FDP nicht abgegeben. Die Fraktion hatte in der Diskussion einen eigenen Vorschlag mit mehr Einzelhandel eingebracht.

18.21 Uhr: Die Zahl der Briefabstimmungslokale ist mittlerweile von zehn auf zwölf erhöht worden, um die Stimmzettel schneller auszählen zu können. Damit gibt es in Gauting diesmal insgesamt 22 Abstimmungslokale.

18.13 Uhr: Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger erwartet als Wahlleiterin erste Einzelergebnisse in etwa 30 Minuten.

18.08 Uhr: Noch ist es ruhig im Gautinger Rathaus. Die ehrenamtlichen Wahlhelfer haben mit dem Auszählen begonnen. Gemeinderäte sind bislang genausowenig im Sitzungssaal eingetroffen wie Vertreter der Initiative „GautingAktiv“. Die Bürger hatten in ihrem letzten Newsletter angekündigt, gegen 19 Uhr im Rathaus sein zu wollen.

18.00 Uhr: Die Abstimmungslokale haben geschlossen. Wenn der letzte Wähler seinen Stimmzettel eingeworfen hat, können die Urnen geleert werden. Dann beginnt die Auszählung, auf dessen Ergebnis die Gautinger mit Spannung warten.

17.51 Uhr: Die Vorstände der zehn Briefabstimmungslokale sind mittlerweile im Rathaus eingetroffen. In neun Minuten wird mit dem Auszählen begonnen.

17.45 Uhr: Damit steht auch fest: Allein die Anzahl der Briefwähler lässt die Wahlbeteiligung bereits über 50 Prozent schnellen.

17.41 Uhr:Mittlerweile gibt es eine neue Zahl der Briefwähler: mehr als 7300. Das hat der Starnberger Merkur gerade im Rathaus erfahren. Damit steht auch fest, dass das für einen Bürgerentscheid erforderliche Quorum in Gauting kein Problem darstellt. Damit die Abstimmung gültig ist, müssen sich mindestens 20 Prozent der Abstimmungsberechtigten bei „Ja“ oder „Nein“ ihr Kreuzchen gemacht haben.

17.25 Uhr: Die Spannung steigt. Noch eine gute halbe Stunde, bis 18 Uhr, sind die Abstimmungslokale geöffnet. Insgesamt zehn davon gibt es im Gemeindegebiet. In einem sollen gegen 15.30 Uhr einige Stimmberechtigte erschienen sein, die keine Abstimmungsunterlagen bekommen hatten. Das war leider eine halbe Stunde zu spät. Wie die Gemeinde mitgeteilt hatte, hätten sich die Bürger bis 15 Uhr melden müssen, wenn ihnen die Unterlagen fehlten.

16.49 Uhr: Und noch ein Termin am morgigen Montag ist wichtig. Um 15.30 Uhr kommt der Abstimmungsausschuss zusammen, um das Abstimmungsergebnis offiziell festzustellen. Die Sitzung findet im kleinen Sitzungssaal des Rathauses (Bahnhofstraße 7, erstes Obergeschoss) statt und ist öffentlich.

16.37 Uhr: Für den morgigen Montag hat die Gemeinde Gauting übrigens bereits eine Pressekonferenz anberaumt. Um 11 Uhr will Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger die Folgen des Bürgerentscheids darlegen. Auch Vertreter des Investors Sontowski und Partner haben sich zu dem Termin angekündigt und wollen den Medienvertretern Rede und Antwort stehen.

16.02 Uhr: „GautingAktiv“ dagegen findet die Bebauung zu massiv und lässt auch an der Verkehrsplanung kein gutes Haar. „Gauting verbaut sich mit den sehr hohen und architektonisch inzwischen überholten Monostrukturen seine Zukunft“, betonten die Organisatoren Dr. Eckhard Müller-Guntrum und Angelika Siegmund in einer der letzten Stellungnahmen am Donnerstag. 

15.41 Uhr: Die Vertreter des Ratsbegehrens, darunter Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger genauso wie die Initiative „Zukunft Gauting“, versprechen sich von der Entwicklung des Areals eine Aufwertung des Bahnhofquartiers und der Bahnhofstraße als zentraler Dreh- und Angelpunkt der Gemeinde. So ist es auf der Internetseite der Gemeinde nachzulesen. Die Überlegungen basieren auf den Ergebnissen aus dem Bürgerbeteiligungsprozess „Gauting entfalten“.

15.15 Uhr: Das Interesse war bereits vor dem heutigen Sonntag sehr groß. Bis Freitag, 12 Uhr, waren im Rathaus bereits die Briefwahlunterlagen von 6632 Stimmberechtigen eingegangen. Das alleine entspricht einer Wahlbeteiligung von mehr als 40 Prozent. Zum Vergleich: Bei der bislang letzten Kommunalwahl im Jahr 2014 lag die Wahlbeteiligung in Gauting insgesamt bei 59,16 Prozent.

15 Uhr: Herzlich willkommen zu unserem Live-Ticker vom Bürgerentscheid in Gauting. 15.886 Gautinger sind heute aufgerufen, über die künftige Bebauung des alten Grundschulareals am Bahnhof abzustimmen. Dabei geht es um die Frage, ob das Areal nach einer Planung des Investors Sontowski & Partner mit drei Gebäuden mit insgesamt 60 Wohnungen, einigen Büros und Arztpraxen sowie einem Edeka-Markt bebaut werden soll - oder ob die Planungen gestoppt werden sollen. Für die Planung spricht sich das Ratsbegehren aus, das der Gemeinderat im Januar einstimmig auf den Weg gebracht. Dagegen macht die Initiative GautingAktiv mobil. Sie hatte das Bürgerbegehren angestrengt und dafür knapp 2900 Unterschriften gesammelt.

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