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Zur UNO in Genf hat Christiane Lüst (l.) Leydy Pech Martin und Naayeli Espinosa (v.l.) aus Mexiko begleitet.

Aktion GEN-Klage 

Lüst kämpft für Imker in Mexiko

Die Gautingerin Christiane Lüst von der internationalen Organisation Aktion GEN-Klage hat mexikanische Imker nach Genf zur UNO begleitet.

Gauting - Die Mexikanerinnen wollen vor dem Ausschuss für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Menschenrechte über ihre dramatische Situation in dem lateinamerikanischen Staat berichten und die UNO bitten, die illegalen Gensaaten sowie die Nutzung von Glyphosat und anderen Pestiziden und den Raubbau an ihren Wäldern zu untersagen. Lüst: „All das führt zur Zerstörung der Bienenvölker und damit der Existenz der Imker.“ Das betreffe auch Deutschland: In Mexiko leben allein auf der Halbinsel Yucatan etwa 25 000 Familien vom Honigexport – im Wesentlichen nach Deutschland. Deutschland importiert etwa 80 Prozent seines Honigs und produziert nur 20 Prozent im eigenen Land. Nachdem im Winter 2017 von Imkern geschätzt rund 60 Prozent der Bienenvölker in Deutschland gestorben sind, habe sich dieser Anteil auch noch reduziert.

Mexiko ist zum Hauptimporteur geworden – aber wie lange noch? Sollte durch Gensaaten und Pestiziden jetzt auch dort den Bienen der Garaus gemacht werden, werde Honig selten und teuer. „Doch auch dafür hat die Industrie bereits eine Lösung parat. In China gibt’s keine Bienen mehr, da isst man jetzt künstlichen Honig“, berichtet Lüst. Und für die Bestäubung habe die Industrie ebenfalls eine Lösung. „Ohne Gemüse und Obst aus dem Garten gibt’s Industrie-Food, dann verdient endlich der Konzern. Ist das die Zukunft, die wir haben wollen? Es ist an der Zeit, die großen Konzerne in ihre Schranken zu weisen“, so Lüst. 

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