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Der Defibrillator am Unterbrunner Feuerwehrhaus ist für Ersthelfer leicht zugänglich, erklärt Wolfgang Kestelspitz.

Feuerwehr Unterbrunn

Defi hilft Leben zu retten

Jährlich erliegen 100 000 Menschen in Deutschland dem plötzlichen Herztod. Lebensrettend kann ein so genannter Defibrillator sein, den auch ungeschulte Ersthelfer bedienen können. In Unterbrunn ist ein solches Gerät jetzt öffentlich zugänglich.

UnterbrunnKammerflimmern kann zum sofortigen Herz-Kreislauf-Stillstand führen. Mit einem Defibrillator kann der plötzliche Herztod verhindert werden. Am Feuerwehrhaus in Unterbrunn ist ein solches Gerät jetzt angebracht worden. Ersthelfer können den Defi im Notfall nutzen, um Menschenleben zu retten. Feuerwehrmann Wolfgang Kestelspitz weiß, dass die Bedienung des Gerätes einfach ist. „Man drückt auf den roten Knopf“, erklärt er und schon bekomme der Helfer Sprachanweisungen, wie der Laiendefibrillator (AED) beim Patienten anzusetzen ist. Die Gemeinde Gauting hat das etwa 2000 Euro teure Gerät finanziert.

Der plötzliche Herztod ereilt den Betroffenen ohne vorherige Warnzeichen. Für die Lebensrettung ist der Faktor Zeit entscheidend. „Jede Minute ohne Hilfe verringert die Wahrscheinlichkeit einer Wiederbelebung um zehn Prozent“, erklärt Kestelspitz.

Der AED am Feuerwehrhaus in Unterbrunn ist nicht der einzige in Gauting, teilt Rathaussprecherin Charlotte Rieboldt mit. Weitere Defibrillatoren hängen in der Gautinger Insel an der Grubmühlerfeldstraße, im Erdgeschoss des Rathauses, im Sommerbad und im gemeindlichen Bauhof. Aber auch in der Stockdorfer Grundschule an der Würm, im Otto-von-Taube-Gymnasium, in der Mittel- und der Realschule gibt es diese Geräte für Ersthelfer. Vier AED stehen den Feuerwehren im Gemeindegebiet zur Verfügung. Gleich zwei Geräte hat die Stockdorfer Wehr für ihren Standort an der Bahnstraße. Am Gerätehaus im Hauptort Gauting gibt es laut Kommandant Stefan Klaußner allerdings noch keinen fest installierten Defi. Sie sind aber Bestandteil der Ausrüstung der Gautinger Einsatzfahrzeuge. Auch die Feuerwehrler in Buchendorf müssen ohne Defi an ihrem Gerätehaus zurechtkommen.

Tiefbau-Ingenieurin Beatrice Bruns frage regelmäßig ab, ob die im Gemeindegebiet gelisteten Defibrillatoren funktionieren, erklärt die Rathaussprecherin. Damit sie im Ernstfall Leben retten können.

Von Christine Cless-Wesle

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