Sehr überschaubar: Rund 15 Buchendorfer waren zu ihrer Bürgerversammlung gekommen. Sie fand coronabedingt in der Mehrzweckhalle Unterbrunn statt.
+
Sehr überschaubar: Rund 15 Buchendorfer waren zu ihrer Bürgerversammlung gekommen. Sie fand coronabedingt in der Mehrzweckhalle Unterbrunn statt.

Bürgerversammlung

Ein Treffpunkt für die Buchendorfer: Konkrete Vorschläge und Fragen zur Geothermie

Es war die dritte Bürgerversammlung diese Woche: Nach Unterbrunn und Gauting war nun auch der Ortsteil Buchendorf dran.

Unterbrunn/Buchendorf – Rund 15 Buchendorfer kamen zu ihrer Bürgerversammlung am Donnerstagabend in die Mehrzweckhalle Unterbrunn, wo die Versammlung coronabedingt stattfand. Den Leuten aus dem kleinen Gautinger Ortsteil brennt nämlich das Problem eines fehlenden Dorftreffpunkts auf den Nägeln. Johannes Schrüfer schlug der Gautinger Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger vor, dass die Gemeinde mit dem Bayerischen Rundfunk verhandelt: Dem Sender gehöre nämlich ein leerstehendes Gebäude am südlichen Dorfrand, das sich als Treffpunkt „für alle Generationen“ eigne, sagte der Buchendorfer.

Es war die dritte Bürgerversammlung in dieser Woche, zum dritten Mal verfolgten Interessierte den auf Video aufgenommenen Rechenschaftsbericht von Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger auf der Großleinwand, der auch auf der Internetseite der Gemeinde steht. Danach hatten die Bürger das Wort.

Voll des Lobes war Johannes Schrüfer: „Ich freue mich, dass die Dinge von der letzten Bürgerversammlung umgesetzt wurden“, dankte er für die neue Beleuchtung auf dem Radweg von Gauting nach Buchendorf und die neue Allee. Doch den Buchendorfern fehle ein Treffpunkt, „wo sich Kinder und Senioren oder Vereinsmitglieder zusammensetzen können“. Auch für Jugendliche, die mit ihrem Bauwagen in den Nordosten von Buchendorf „verscheucht wurden“, wäre das eine neue Möglichkeit. Nachdem das Schützenhaus weg sei, gebe es nur noch den Gasthof Haller als Treffpunkt, so Schrüfer. Das Gebäude des Bayerischen Rundfunks sei eine gute Lösung. „Wir werden die Nutzungsmöglichkeiten prüfen“, versicherte die Bürgermeisterin. Die Jugendlichen fühlten sich in ihrem Bauwagen wohl, seien aber auch an ihrem neuen Standort nur geduldet.

Frank Drebinger wollte wissen, ob in Buchendorf mit derzeit 799 Einwohnern Bauvorhaben anstehen. Momentan stehe ein Bebauungsplan für den Siedlungsbereich an der Forstenrieder Parkstraße auf der Agenda, antwortete die Bürgermeisterin. Andreas Eichenseher freute sich: „Endlich ist der Leutstettener Weg neu geteert.“ Um das Tempo zu drosseln, wünschte er sich, dass die Ortstafel weiter nach draußen versetzt wird. Das bestimme die Kreisbehörde, erklärte Kössinger. „Auch in Unterbrunn hätte ich das Ortsschild gern weiter draußen.“

Über zwei Vermessungsautos im gemeindlichen Buchendorfer Rechtlerwald wunderte sich Jäger Johannes Schrüfer. Das seien Geothermiebohrungs-Messungen für einen Claim (Bergrecht) der Isartal-Gemeinde Pullach in bis zu 3000 Metern Tiefe, so die Bürgermeisterin. „Beziehen denn die Pullacher dann heißes Wasser aus Buchendorf? Was kriegt Gauting dafür?“ fragte Eichenseher. Gebühren, antwortete Kössinger. Die Würmtalgemeinde arbeite auch selbst an der kreisweiten Energiewende bis 2035. Im künftigen Asto-Eco-Park im Unterbrunner Holz sei Geothermie geplant. „Gibt es Erfahrungswerte mit Geothermie an Einzelhäusern?“ wollte Elfriede Waltl wissen. Kössinger bot an, dass das Rathaus einen Info-Abend dazu organisiert.

Laut Rechenschaftsbericht der Bürgermeisterin hat Buchendorf momentan 799 Einwohner. Im Hauptort Gauting wohnen 14 966 Einwohner, in Stockdorf 3996, in Unterbrunn 895, in Königswiesen 685, in Oberbrunn 178 und im Weiler Hausen 78 Personen. Zu- und Wegzüge hielten sich in etwa die Waage.

Christine Cless-Wesle

Auch interessant

Kommentare