Alles echt, aber nur für die Ohren: Sebastian Hofmüller (l.) und Greulix Schrank präsentieren eindrucksvoll „Emil und die Detektive“ im Kino als Teil des Filmfestivals.
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Alles echt, aber nur für die Ohren: Sebastian Hofmüller (l.) und Greulix Schrank präsentieren eindrucksvoll „Emil und die Detektive“ im Kino als Teil des Filmfestivals.

Gute Unterhaltung für Klein und Groß

Live-Hörspiel im Gautinger Kino: Emil und die Gemüsereibe

Ein Live-Hörspiel mit dem Gautinger Schauspieler Sebastian Hofmüller gab es im Rahmen des FSFF zu hören. Die Vorstellung im Kino Breitwand in Gauting zog Kinder wie Erwachsene in ihren Bann.

Gauting – „Putzikatze. Putzikatze“: Mit Tönen von der Gemüsereibe, aus Mundharmonika, Bass-Gitarre oder Pfeifen eröffnete Musiker Greulix Schrank zusammen mit dem Gautinger Schauspieler Sebastian Hofmüller das Live-Hörspiel „Emil und die Detektive“ absolut rhythmisch. Kinder und Erwachsene im Gautinger Kino lauschten fasziniert. Die beiden Darsteller vor der großen Kinoleinwand bauten sofort Spannung auf.

Sebastian Hofmüller las aus dem Originaltext des 1929 erschienenen Kinderbuch-Klassikers von Erich Kästner. Der Schauspieler erzählte, dass der erst 12-jährige Emil Tischbein mit dem Zug alleine in die Großstadt Berlin reisen darf – zu seiner Großmutter und Cousine Pony Hütchen. Die Mutter gibt ihrem Sohn 140 Mark mit – 120 für die Großmutter und 20 Mark für die Rückfahrt. Emil alias Sebastian Hofmüller versteckt die knisternden Scheine in seiner Jackentasche. In köstlichen Dialogen mit verstellten Stimmen verabschiedet sich die besorgte Mutter Tischbein alias Greulix Schrank von ihrem Sohn. „Alles einsteigen!“, ruft der Schaffner. Und während sich die Mutter noch ein paar Tränen trocknet, weil sie „ein bisschen weinen musste“, hört man schon das Pfeif-Geräusch der Lok und den freudigen Ausruf „Berlin, ich komme!“ Misstrauisch beäugt der Junge während der Fahrt einen Herrn „mit steifem Hut“, der ihm gegenübersitzt und sich als „Herr Greulich“ vorstellt. Da geht Emil auf die Toilette und fixiert die drei Geld- Scheine sicherheitshalber mit Stecknadeln. Als Emil schläft, verabschieden sich die häkelnde Dame, überzeugend gemimt von Greulix Schrank, und der zuvor schnarchende Herr Grundeis. Emil fasst alarmiert in seine Jackentasche: Die Scheine sind weg. Am nächsten Halt „Bahnhof Zoo“ nimmt er die Fährte des Diebs auf. Am Ende hilft er, einen Eisenbahn-Dieb zu fassen, der obendrein ein gesuchter Bankräuber ist, und bekommt 1000 Mark als Belohnung – und kann seine Mutter nach Berlin einladen…

Großer Applaus für ein spannendes Live-Hörspiel war da garantiert. Das Gautinger Publikum wünschte mehr davon: Eventuell gibt es demnächst noch eine Aufführung von „Pünktchen und Anton“ – wenn Kinobetreiber Matthias Helwig zustimmt, stellte Schauspieler Sebastian Hofmüller bei der Aufführung in Aussicht. Aber nach diesem gelungenen „Appetizer“ lief am Tag darauf erst einmal die neueste Film-Version von „Emil und die Detektive“ von 2001.  

Christine Cless-Wesle

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