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Großes Interesse am geplanten Gautinger Gewerbegebiet „Galileo-Park“

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Eine Straße als Namensinspiration: Das geplante Gewerbegebiet am Sonderflughafen wird „Galileo-Park“ heißen, beschloss der Gautinger Gemeinderat.
Eine Straße als Namensinspiration: Das geplante Gewerbegebiet am Sonderflughafen wird „Galileo-Park“ heißen, beschloss der Gautinger Gemeinderat. © Dagmar Rutt

Das geplante Gewerbegebiet auf Gautinger Flur direkt am Sonderflughafen hat einen Namen – und im Gautinger Rathaus stapeln sich Anfragen für Flächen.

Gauting – „Galileo-Park“ heißt das künftige Gautinger Gewerbegebiet am Sonderflughafen Oberpfaffenhofen. Das hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen gegen das Votum von Eberhard Brucker (SPD). Dass dort auf Unterbrunner Flur überhaupt etwas vorangeht, verdankt Gauting unter anderem der Flughafen-Eigentümerin Bewo, die die längst geplante Erschließung über die Galileostraße realisiert hat. Bezogen sind die Adressen Galileostraße 1 und 2 mit den Unternehmen AirLandSee-Logistik sowie dem Diabetiker-Online-Händler Diashop, erklärt Standortförderer Dr. Fabian Kühnel-Widmann.

Über den seit Jahrzehnten existierenden „Bebauungsplan 14/Unterbrunn“ hat die Gemeinde schon seit 2006 Gewerbe ermöglicht, jedoch haperte es an der Anbindung – die ist nun durch die neue Straße uneingeschränkt gegeben. Lkw-Fahrer müssten nun nicht mehr „mit Passkontrolle“ über eingezäunte Flughafenbereiche. Die Unternehmen Lilium GmbH und Mynaric AG haben auf Gautinger Flur ihre Produktionshallen errichtet, allerdings weder auf bestehenden noch auszuweisenden Flächen, sondern auf dem Flughafengelände. Dort ist laut Planfeststellung nur flugaffines Gewerbe zulässig, für außerhalb gilt diese Einschränkung nicht.

„Sehr viele Interessenten“

Zusätzlich zu den bereits genutzten Flächen entwickle Gauting nun östlich des Sonderflughafens und südlich des bestehenden Plangebiets auf circa zehn Hektar den künftigen „Galileo-Park“ als „grünes“ Gewerbegebiet. Die Planungen wurden im vergangenen Juli vorgestellt, hieß es in der Sitzungsvorlage für den Gemeinderat. Für diesen Bereich muss aber erst ein Bebauungsplan erarbeitet werden, der Flächennutzungsplan ist zu ändern. Das könnte je nach Fortschritten auch zwei bis drei Jahre dauern.

Was es schon gibt, sind sehr viele Nachfragen: Er habe bereits „sehr viele Interessenten“ für Gewerbeflächen, betont Standortförderer Kühnel-Widmann. Der neue Handwerkerhof an der Ammerseestraße sei bereits restlos belegt, für andere Gebiete wie das „Gautinger Feld“ gibt es Interessenten. Aber auch für Flächen wie den „Galileo-Park“ habe er schon zahlreiche Anfragen: Allein 14 Unternehmen aus Gilching, zwölf aus Gräfelfing, 13 aus Planegg, neun aus Krailling und 43 aus München interessierten sich für den Standort Gauting, rechnet der Wirtschaftsförderer vor. Gemeinsam mit dem Flughafeneigentümer werden die neu entstehenden Flächen entwickelt und vermarktet, passend zum bayernweiten Cluster „Luft- und Raumfahrt“. Der künftige „Galileo-Park“ lasse sich jedenfalls schneller realisieren als das zuvor seitens der Gemeinde Gauting verfolgte, bei den Nachbargemeinden jedoch sehr umstrittene Asto-Eco-Park im Unterbrunner Holz, ist Kühnel-Widmann überzeugt.

Auch bei Christoph Winkelkötter, Chef der Wirtschaftsfördergesellschaft gwt, gehen „täglich“ Anfragen zu den Gewerbeflächen ein. Er hofft auf einen reibungslosen Ablauf der Planungen, denn die Unternehmen suchten Flächen dort, wo ihre Mitarbeitenden wohnen – das reduzierte auch das Pendeln. Winkelkötter, der die Idee für dieses Gebiet maßgeblich mitentwickelt hatte, verweist auf dessen vielen Vorteile: kein Landschaftsschutzgebiet, vergleichsweise wenig Flächenverbrauch für die Erschließung.

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