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Im Stall: Ein großer Teil der in der vergangenen Woche entlaufenen Rinder war tags darauf eingefangen.

Die Färsen-Falle soll es richten

Entlaufene Rinder: So sollen sie doch noch geschnappt werden

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Können die entlaufenen Rinder aus Hausen doch noch gefasst werden und dem Abschuss entgehen? Mit einer Mutterkuh, ihrem Kälbchen und Futter sollen jetzt die entlaufenen Jungrinder überlistet werden.

Hausen – Die entlaufenen Jungrinder der Familie Führer aus Hausen sind auch nach fast einer Woche noch nicht wieder zu Hause. Dabei hatten Passanten am Mittwochabend eine kleine Gruppe von insgesamt acht Tieren zwischen Königswiesen und Hausen entdeckt. Doch wieder ergriffen die Tiere die Flucht, als die Besitzer kamen, um sie einzufangen.

Es bleibt also dabei: Immer noch sind 14 Jungrinder unterwegs in den Wäldern zwischen Gauting und Starnberg, Um das weitere Vorgehen zu besprechen, trat gestern die große Runde im Landratsamt zusammen. Am Tisch saßen Vertreter der Polizeiinspektionen Gauting und Starnberg, der Jägerschaft, der Waffenbehörde, des Veterinäramtes und Familie Führer.

Ehemaliger Hellabrunn-Direktor will helfen

Dazu kam noch der ehemalige Direktor des Tierparks Hellabrunn, Prof. Henning Wiesner. Er stellte einen Plan vor, wie man die 14 derzeit noch flüchtigen Färsen – junge Kühe, die noch nicht gekalbt haben – doch noch einfangen könnte. Im Wald soll ein Gehege errichtet werden, das an einer Seite offen ist. In dem Gehege sollen neben Futter auch eine Mutterkuh und ein Kalb untergebracht werden. Nach einiger Zeit sollen die beiden getrennt werden, so dass die Mutterkuh nach dem Kälbchen rufen muss. 

Der Plan: Wiesner erwartet, dass durch die Rufe auch die flüchtigen Jungrinder angelockt werden. Sollten die wirklich zum Gehege kommen, dann könnten sie aus einer Entfernung von rund 20 Metern mit dem Blasrohr betäubt und zurück zum Stall gebracht werden, so Stefan Diebl, Pressesprecher des Landratsamtes. Familie Führer möchte nach seinen Angaben den Versuch wagen.

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