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Erstmals Referenten in Gauting

Elf Gemeinderäte mit vielen neuen Aufgaben

Der Gautinger Gemeinderat hat elf Referate eingerichtet - ein Novum. Allerdings hat der Rat nicht für alle Bereiche einen Kollegen bestimmt. 

Gauting – Bis Mitternacht diskutierten die 30 Gautinger Gemeinderäte im coronabedingt gut durchlüfteten Rathaussaal am Donnerstagabend ihre künftige Geschäftsordnung. Zum Auftakt der Sondersitzung beschlossen sie das in der Geschäftsordnung neu verankerte Referenten-Modell. Das heißt: Einzelne Ratsmitglieder übernehmen Aufgaben für bestimmte Bereiche.

Elf Referenten des Gemeinderates seien künftig die Beratungspartner für die Fraktionen, aber auch für die Bürger, erläuterte Hans Wilhelm Knape (Grüne) im Namen eines speziell gegründeten Arbeitskreises zur Referentenfindung. Außerdem seien die Referenten „Andockstelle für die Öffentlichkeit“ – und könnten mit den Fachstellen der Rathausverwaltung Veranstaltungen mit Bürgerbeteiligung einberufen. Für die Bürger werde dieses schon von anderen Kommunen erprobte Modell ein „niederschwelliges Angebot“ für eine „vertrauensvolle Zusammenarbeit“, glaubt Knape.

Zwei Bereiche bewusst ausgespart

Für Bildung inklusive Kitas, Schulen und Erwachsenenbildung ist Britta Hundesrügge (FDP) zuständig. Für Finanzen wie den Gemeindehaushalt oder kommunale Liegenschaften ist Rechtsanwalt Michael Vilgertshofer (CSU) der Ansprechpartner. Harald Ruhbaum (MiFü 82131), der Vorsitzende des Gewerbevereins „Zusammen für Gauting“, übernimmt das Referat Gewerbe, Handel und Handwerk. Diplom-Ingenieur Knape, Gründer des Energiewendevereins, ist für Klimaschutz, Umwelt und Natur zuständig. Ansprechpartner für Kultur ist der bereits mit seiner Partnerin Jane Höchstetter mit dem Klinge-Kulturpreis geadelte Jazzmusiker Stefan Berchtold (Piraten/MfG). Mobilität inklusive Radverkehr, Fußgänger, ÖPNV und Barrierefreiheit übernimmt der Auszubildende Florian Egginger (CSU). Für das Mammut-Referat Ortsentwicklung mit Städtebau sowie Gewerbegebiete ist Architektin Susanne Köhler (Grüne) auserkoren. Für die in Gauting lebendige Erinnerungskultur ist die Kunsthistorikerin Dr. Carola Wenzel (SPD) die Ansprechpartnerin. Das Referat Blaulicht übernimmt der frühere Feuerwehrkommandant Richard Eck (UBG). Für Soziales mit Familie und Inklusion ist die Personalentwicklerin und Mutter Dr. Michaela Reißfelder-Zessin (Grüne) die zuständige Referentin. Und das Referat Vereine, Sport und Städtepartnerschaft übernimmt Stephan Ebner (CSU).

Bewusst habe der Arbeitskreis keine eigenen Referate für Jugend und Senioren geschaffen, betonte Ebner. Denn in Gauting gibt es für beide Gruppen gewählte Beiräte. In diese Gremien „wollten wir keine Aufpasser schicken“, erklärte Ebner. Anne Franke (Grüne) beantragte, dass die neuen Referenten für ihren zusätzlichen Einsatz eine kleine Aufwandsentschädigung in Höhe von 40 Euro pro Monat erhalten. In der Corona-Krise wäre das in der Öffentlichkeit „ein falsches Signal“, widersprach Eberhard Brucker (SPD). Mit einer Mehrheit von 17 zu 14 lehnte der Rat die Vergütung der Referenten ab. 

Von Christine Cless-Wesle

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