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Auf dem Weg zum „Grünen Gockel“: Pfarrer Klaus Firnschild-Steuer stieß das Umweltprojekt für die evangelische Kirchengemeinde Gauting an. 

Evangelische Gemeinde Gauting

Kirche freut sich über „Grünen Gockel“

Für ihr umweltfreundliches Verhalten bekommt die evangelische Kirche Gauting den „Grünen Gockel“ der Landeskirche.

Gauting – „Wir sind mit dem ,Grünen Gockel‘ zertifiziert“, freut sich Pfarrer Klaus Firnschild-Steuer über das frisch verliehene Gütesiegel des Umweltreferats der evangelischen Landeskirche. Zuvor hatte ein Gautinger Ehrenamtsteam Daten zum Energieverbrauch im Walter-Hildmann-Haus, im Pfarrhaus und im evangelischen Kindergarten erhoben. Auch „Schöpfungsleitlinien“ wurden erarbeitet. Voraussichtlich am Sonntag, 26. Januar, wird die endgültige Gautinger Umwelterklärung zum „Grünen Gockel“ im Gottesdienst vorgestellt.

„Machen Sie mit“, fordert Pfarrer Firnschild-Steuer seine Gemeindeglieder auf. Jeder könne noch ins Projekt „Umweltgerechtes Handeln“ an der Christuskirche einsteigen. Mit der Plakette „Grüner Gockel“ sei erst ein Etappensieg erreicht.

Am Anfang stand ein Beschluss des Kirchenvorstands, erinnert sich der Pfarrer. Um Gottes Schöpfung zu bewahren, startete das Projektteam mit einem optimierten Umweltmanagement. Ziel war es, Möglichkeiten zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes zu erarbeiten. Im Fokus hatten die Ehrenamtlichen – darunter Christiane Lüst vom Umweltzentrums „Öko & Fair“ sowie Rathaus-Umweltmanager Wilhelm Rodrian – die kirchlichen Immobilien. Für das Pfarr- und das Walter-Hildmann-Haus sowie für den Kindergarten wurden Verbesserungsvorschläge für die Klimabilanz erarbeitet, berichtet Firnschild-Steuer. Beraten wurde die Gautinger Gruppe von Gerhard Monninger: Die Landeskirche hatte den früheren Pfarrer von Stockdorf als Umwelt-Auditor in seine frühere Heimat geschickt.

Im April 2018 startete das Projekt „Grüner Gockel“ mit dem Plastikfasten und der Aktion „Stifte machen Mädchen stark“, das syrische Mädchen in einem jordanischen Flüchtlingslager mit Unterrichtsmaterial und Bildung versorgte.

Das ehrenamtliche Projektteam befasste sich mit Fragen wie „Wie kaufen wir ein?“ und „Wie ist der momentane Energieverbrauch in unseren Bestandsgebäuden?“ Dabei ist auch das Gautinger Kirchenvorstandsmitglied Helmut von Kracht, berichtet der Pfarrer. Der Bauingenieur erhebt seit Jahren Daten zum Energieverbrauch der Liegenschaften. „Auf dieser Basis hat das Projektteam neue Ziele zum nachhaltigen und umweltschonenden Wirtschaften erarbeitet“, sagt Firnschild-Steuer. „Die bereits beschlossenen Schöpfungsleitlinien wurden zum neuen Umweltprogramm entwickelt, nach dem Motto: Was wollen wir – ohne dass es viel Geld kostet.“

Nun ist das Projekt „Grüner Gockel“ mit dem soeben verliehenen Zertifikat fast am Ziel, freut sich der Pfarrer. „Im letzten Schritt wird noch die Gautinger Umwelterklärung formuliert“, kündigt er an. Geprüft werde etwa Photovoltaik zur Energieversorgung. Im Dialog mit den Pädagoginnen des Kindergartens stehe auch Umwelterziehung auf der Agenda. Im Gottesdienst am Sonntag, 26. Januar, soll das Umweltteam das Programm vorstellen. Zu Ende sei der Prozess nie: Umweltgerechtes Handeln sei gerade für die Zukunft gefordert.

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