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Am 3. Januar mussten die Feuerwehren zum Brand des Fahrradgeschäfts am Baierplatz ausrücken.

Nach verheerendem Brand

„Radhaus“ um Ostern runderneuert

Das neue Jahr war gerade drei Tage alt, als im „Radhaus“ in Stockdorf ein verheerender Brand ausbrach. An Ostern, zum Beginn der Radlsaison, soll das Geschäft wieder geöffnet werden.

Stockdorf– „Mehr als geschockt“ war Filialleiter Peregrin Zunke, als ihn am 3. Januar abends die Nachricht vom Brand im Stockdorfer Fachgeschäft „Radhaus“ im Weihnachtsurlaub auf Sardinien erreichte. Inzwischen ist das verkohlte Ladenlokal am Baierplatz ausgeräumt, berichtet Mitinhaber Michael Worm. Freunde, Bekannte und Kunden haben beim Entsorgen der verschmorten Waren und Einrichtung mit angepackt, erzählt Worm, der dankbar ist für die große Hilfsbereitschaft der Würmtaler. Das „Radhaus“ hatte die damals frisch renovierten, etwa 400 Quadratmeter großen Räume am Stockdorfer Baierplatz erst 2018 bezogen.

Sämtliche Reifen, die im Stockdorfer Geschäft lagerten, mussten nach dem Brand entsorgt werden. Denn die große Hitze hat die Reifen brüchig gemacht. Hätte man sie benutzt, wären sie wohl geplatzt, so Worm. Laut Brandermittler sei ein technischer Defekt ursächlich für das Feuer gewesen. Eines der elektronischen Geräte, wie Laptop oder Tablet, die in der Nähe der Werkbank an Ladekabeln hingen, hätte wohl Funken geschlagen. Glücklicherweise kamen beim Brand keine Menschen zu Schaden. Die Stockdorfer Feuerwehr war rasch zur Stelle, konnte aber den Totalschaden in dem Geschäft nicht mehr verhindern. Die Bewohner über dem ausgebrannten Radgeschäft mussten vorübergehend evakuiert werden.

Sieben freiwillige Helfer, dazu die beiden Radhausinhaber Worm und dessen Partner Jens Baier sowie der Filialleiter Peregrin Zunke, haben die Stockdorfer Filiale gleich nach den Weihnachtsferien ausgeräumt. Noch halbwegs brauchbare Bikes, die teils verpackt im Keller standen, sind inzwischen in das leerstehende Ladenlokal des früheren Kindergeschäfts „Moppelfritz“ an der Hubert-Deschler-Straße in Gauting ausgelagert worden.

Im nächsten Schritt müsse die komplette Elektrik in dem Geschäftslokal erneuert werden. Die Inneneinrichtung war ebenfalls vollständig zerstört worden und wird vollständig ersetzt. Wenn mit den Handwerkern alles klappt, „möchten wir das Stockdorfer Radgeschäft an Ostern wieder eröffnen. Als Dankeschön planen wir ein Fest für alle Helfer“, stellt Baier in Aussicht. Bis zum Abschluss der Renovierungsarbeiten empfehlen die beiden Chefs den Stockdorfern, bei Bedarf das Stammgeschäft „Radhaus“ in Starnberg an der Hauptstraße aufzusuchen.

Von Christine Cless-Wesle

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