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Besichtigung der Ausnüchterungszelle: Dienstgruppenleiter Michael Pemler führte die Besucher durch die Inspektion. 

Ferienprogramm

Ausflug hinter Gitter

Gautinger Kinder haben im Rahmen des Ferienprogramms der Gemeinde die örtliche Polizeiinspektion besucht.

Gauting – Was macht die Gautinger Polizei den ganzen Tag? „Ihr rettet die Leute vor Gefahr, das ist euer Hobby“, sagt der siebenjährige Georgi. Er ist mit einer Gruppe von Kindern im Rahmen des Ferienprogramms der Gemeinde in der Gautinger Inspektion zu Gast.

Schon der Eintritt ist aufregend. Per Klingel und beobachtet von einer Überwachungskamera gelangen die kleinen Gautinger ins Polizeigebäude an der Münchener Straße. In Begleitung des Sozialpädagogen Flo Mayr vom Jugendzentrum (JUZ) setzen sich die Kinder respektvoll um den Tisch im kahlen Besprechungsraum mit der Kaffeemaschine. „Kaffee ist für uns ganz wichtig“, erklärt Oberkommissar Michael Pemler. Denn die Gautinger Dienststelle sei mit 30 Beamten rund um die Uhr besetzt – und die Schichten sind anstrengend.

Michael Pemler, selbst Vater von zwei Kindern, lockert die Atmosphäre sofort auf. „Ich bin der Mike“, stellt er sich freundlich vor. Wer hatte schon Erfahrung mit der Polizei? Ein paar Finger fliegen in die Luft. „Bei mir war die Polizei im Kindergarten in Herzogenaurach“, erzählt Anna Sophie von einem Einbruch. „Durchs Fenster sind bei den Nachbarn die Einbrecher gekommen und danach die Polizei in Uniform“, erinnert sich Caroline (7). Tom (10) hat einen Unfallort mit Polizei gesehen. „Und ihr seid auch dabei, wenn wir die Fahrradprüfung machen.“

Der Beamte im kurzärmeligen Uniformhemd zeigt den Kindern seine Ausrüstung: Pistole, Funkgerät, Multifunktionstaschenmesser, Lampe und Handschellen. Doch das Wichtigste seien seine beiden Stifte für Notizen am Tatort, denn: „Ich schreibe alles auf, was ich feststelle.“

Höhepunkt für die Kinder ist die Besichtigung der beiden Zellen. Ein Mädchen setzt sich auf die schmale Pritsche. „Das ist unbequem“, stellt sie fest. „Und wenn man aufs Klo muss, muss man klingeln.“ Unbequem wird es auch für den Gautinger Dienstgruppenleiter. Weil er zwei Kindergruppen durch die Polizeistation führt, „rentiert es sich nicht, zwischen den Schichten nach Haus zu fahren“. Also übernachtete der Oberkommissar aus dem Nachbarlandkreis Dachau heute in der Zelle.  cc

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