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Nach einem Vorfall mit heimlichen Aufnahmen wurden im vorigen Jahr Verbotschilder auf dem Gelände des Gautinger Freibades aufgehängt. Jetzt ist das Verbot in der Satzung geregelt. 

Freibad Gauting

Filmen und Fotografieren nur mit Erlaubnis

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Die Vorbereitungen für den Saisonstart im Gautinger Freibad laufen auf Hochtouren. Am Donnerstag, 10. Mai (Christi Himmelfahrt) öffnet es um 9 Uhr seine Pforten bei unveränderten Eintrittspreisen. Das Kinderplanschbecken wird nach Saisonende im Herbst saniert.

von christine cless-wesle

Gauting Zu den Vorbereitungen auf die neue Gautinger Freibadsaison (Beginn: 10. Mai, 9 Uhr) gehört auch die Überarbeitung der bestehenden Benutzungssatzung. Damit hatte sich jetzt der Gemeinderat zu befassen. Nach einem Vorfall im Vorjahr (wir berichteten) ist Fotografieren und Filmen nur noch mit Zustimmung der Bademeister zulässig. Die Wirksamkeit der bisher geltenden Satzung sei nicht mehr garantiert gewesen, erläuterte Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger in der Sitzung. Aktualisiert wurde Paragraf 16: „Filmen und Fotografieren ist nur mit vorheriger Genehmigung der Gemeindeverwaltung oder des von ihr beauftragten Aufsichtspersonales zulässig. Das Filmen und Fotografieren von fremden Personen und Gruppen ist ohne deren Einwilligung grundsätzlich nicht gestattet“, heißt es in der Neufassung.

Eltern können ihr planschendes Kind zwar noch ablichten, sagte die Bürgermeisterin, aber: „Sie müssen das vorher den Bademeistern sagen.“ Denn wenn Unbekannte Bilder badender Kinder aus Gauting einfach ins Netz stellten, „bekommen wir Probleme“. Hintergrund: Im vorigen Jahr hatte ein Spanner versucht, planschende Kinder, die von ihren Müttern beaufsichtigt wurden, heimlich zu fotografieren. Eine der beiden Mütter bekam das mit und schritt beherzt ein. Zwei Schwimmmeister waren hinzugekommen und hatten die eindeutigen Fotos und Filme auf dem Smartphone des Mannes gelöscht – und dessen Personalien aufgenommen. Seither stehen Verbotsschilder auf dem Gautinger Freibad-Gelände.

„Wir können ein Verbot nicht kontrollieren“, meinte Tobias McFadden (Piratenpartei) in der Sitzung. Jeder Jugendliche mache schließlich im Freibad seine Selfies. Deshalb sei das Film- und Fotografierverbot in der geänderten Satzung „wirklichkeitsfremd.“ Das Aufsichtspersonal benötige eine Rechtsgrundlage, um einschreiten zu können, widersprach die Bürgermeisterin. Die gebe es ja bereits durchs Gesetz mit dem Recht am eigenen Bild, hielt McFadden dagegen. Grünen-Vertreter Jens Rindermann wollte das Verbot nur auf fremde Personen beschränken. Wenn Eltern ihren Nachwuchs mal nicht im öffentlichen Freibad filmten, sei das doch kein Problem, plädierte Vize-Bürgermeister Dr. Jürgen Sklarek (SPD) schließlich fürs generelle Verbot. Dem schloss sich das Plenum bei zwei Gegenstimmen an

Die Reinigungs- und Pflegearbeiten auf dem Freibadgelände sind voll im Gang. Derzeit werden die Beckenköpfe erneuert, so die Rathaussprecherin. Noch komplett intakt sei auch das Planschbecken. Erst nach Ende der Saison 2018 werde das Kinderbassin saniert: Bekanntlich ist dies der erste Schritt beim schon beschlossenen Sanierungskonzept. Die über 50 Jahre alte gepflegte gemeindliche Freibad-Anlage muss von Grund auf erneuert werden. Kosten: 6,7 Millionen Euro.

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