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Filmfestival: Der große Abend der Preise

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Fünf-Seen-Filmpreis, Übergabe 2020
Vizelandrat Matthias Vilsmayer (r.) überreichte Linda Olsansky und Rolando Colla den Fünf-Seen-Filmpreis. © FSFF

Zum Wettbewerbsfinale des FSFF wurden nicht nur Filmpreise vergeben, sondern auch einer an Leiter Matthias Helwig.

Gauting – „Am Ende werden wir 13 000 Besucher haben“: Festivalleiter Matthias Helwig zog bei der Preisverleihung in seinem Gautinger Kino Breitwand am Sonntagabend eine vorläufige Bilanz des Fünf-Seen-Filmfestivals (FSFF). Weil das Münchner Filmfest komplett ausfiel, verlieh die Jury um den Gautinger Filmpfarrer Eckart Bruchner den 35. One-Future Preis erstmals in der Würmtal-Gemeinde. Prämiert wurde der Film „The Great Green Wall“ von Jared P. Scott über Wasserknappheit und das Projekt eines 8000 Kilometer langen „grünen Gürtels“ aus Bäumen quer durch Afrika.

Mit einem Solostück von Johann Sebastian Bach eröffnet Violinist Florian Meierott die Preisverleihung im Kino, in dem das Publikum mit entsprechendem Abstand saß. Als Ehrengäste begrüßte Helwig Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger und Vize-Landrat Matthias Vilsmayer.

Die Gemeinde Gauting hatte den Sektempfang spendiert, aber auch den Preis für das beste Drehbuch. Die Jury um Margit Frölich und Josef Grübl hatte den ukrainischen Film „Homeward“ (Heimwärts) von Nariman Aliev dafür auserkoren: Im Trailer waren Ausschnitte aus dem fast dokumentarischen Drama über die Lebenswelt der Krimtartaren zu sehen. Per Videobotschaft dankte der Regisseur Nariman Aliev für den Preis. Iryna Shum vom ukrainischen Generalkonsulat nahm die mit 3000 Euro dotierte Auszeichnung aus der Hand der Bürgermeisterin entgegen – wie schon vor einigen Tagen den Dokumentarfilmpreis für Iryna Tsilyk.

„Auch für die Stadt Starnberg ist dieses Filmfestival ein Aushängeschild“, betonte Starnbergs Vizebürgermeisterin Angelika Kammerl. Sie überreichte die Auszeichnung, die die Stadt gestiftet hat: Der Preis „Perspektive Junges Kino“, vergeben von einer Jury aus Filmhochschülern und dotiert mit 3000 Euro, ging an „Acasa, My Home“. Radu Ciorniciuc erzählt die Geschichte einer Familie am Rand der rumänischen Hauptstadt Bukarest, an dem die Gegensätze von Natur und Zivilisation aufeinanderprallen. Die Familie wird zwangsumgesiedelt.

Ehrenpreis für Matthias Helwig.
Filmpfarrer Eckart Bruchner (l.) zeichnete Matthias Helwig mit einem Ehrenpreis aus.  © FSFF

Die „Special Edition“ des Filmfestivals in Corona-Zeiten klappe gut, gratulierte Vizelandrat Vilsmayer. Der Landkreis fördere das bereits 14. Internationale Fünf-Seen-Filmfestival deshalb mit 25 000 Euro und dem Hauptpreis: „What You Don’t Know About Me“ von Rolando Colla, eine Liebesgeschichte zwischen einem Schwarzafrikaner und einer weißen Europäerin, wurde mit 5000 Euro ausgezeichnet. Als Hauptdarstellerin Linda Olsansky mit dem Schweizer Regisseur Colla die Leinwand-Bühne betrat, schossen ihr Tränen der Rührung in die Augen: „Ich kriege kein Wort raus“, bekannte die Schauspielerin.

Als Höhepunkt verliehen Filmpfarrer Eckart Bruchner, die Interfilm-Akademie und seine Jury dem Initiator des Fünf-Seen-Filmfestivals Matthias Helwig den One-Future-Ehrenpreis „für seinen unermüdlichen Einsatz für das Filmwesen gerade auch in schwierigen Zeiten wie Corona“. Helwig bringe auch „One-Future“-Filme auf die Leinwand und erhalte von der Politik wie von Ministerpräsident Söder zu wenig Unterstützung „für dieses größte und renommierteste Filmfestival Süddeutschlands“, erklärte Bruchner.

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