Den Fünf-Seen-Filmpreis 2021 bekam Kateryna Gornostai für „Stop-Zemlia“. Yuriy Yarmilko, Generalkonsul der Ukraine (Mitte) nahm den Preis entgegen. Matthias Helwig, stellvertretender Landrat Matthias Vilsmayer sowie die Jury-Mitglieder Lisa Charlotte Friedrich und Rüdiger Suchsland (v.l.) gratulierten. 
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Den Fünf-Seen-Filmpreis 2021 bekam Kateryna Gornostai für „Stop-Zemlia“. Yuriy Yarmilko, Generalkonsul der Ukraine (Mitte) nahm den Preis entgegen. Matthias Helwig, stellvertretender Landrat Matthias Vilsmayer sowie die Jury-Mitglieder Lisa Charlotte Friedrich und Rüdiger Suchsland (v.l.) gratulierten. 

Preisverleihung in Gauting

Fünf-Seen-Filmfestival: Hauptpreis geht in die Ukraine, „Klima Award“ bleibt in Deutschland

Mit der Preisverleihung ging das Fünf-Seen-Filmfestival in Gauting zu Ende. Neu war heuer der „Klima Award“. Der Hauptpreis ging an Kateryna Gornostai für ihr Debüt „Stop-Zemlia“, ein Porträt über Jugendliche.

Gauting – Blumensträuße über Blumensträuße, glückliche Preisträger, ein strahlender Festivalleiter und ein nicht minder strahlendes Team, das in den vergangenen 14 Tagen an den vier Spielorten des Fünf-Seen-Filmfestivals wieselflink hin- und hergeflitzt ist. „Ein wirklich grandioses Team“, lobte Matthias Helwig seine Mitarbeiter bei der Preisverleihung. Ein Beispiel dafür, warum sie es verdient haben: Als an einem Nachmittag ein Projektor seinen Geist aufgegeben hatte, schleppten sie in letzter Minute ein 45 Kilo schweres Ersatzgerät an. Wie in den Jahren zuvor war die Preisverleihung in Gauting der Höhepunkt. Ein Überblick über den letzten Abend.

Die Jury-Preise

Der Dachsdrehbuchpreis ging an Arman T. Riahi für „Fuchs im Bau“. Der beste Dokumentarfilm ist „The other Side of the River“ von Antonia Kilian. Wernher Weigert von der Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg überreichte den 3000-Euro- Scheck an den Produzenten Frank Müller mit den Worten „Perspektive ist nicht selbstverständlich. Sie muss oft erkämpft werden“. Lobend erwähnt wurde der Film „Who‘s afraid of Alice Miller“ von Daniel Howald, in dem es um das Drama eines Kindes gehe, bei dem die berühmte Mutter über die Misshandlungen ihres Sohnes durch den Vater hinwegsieht.

Den Klima Award lobten Anne und Alex Eichberger (r.) von der Initiative „unserklima.jetzt“ aus. Gewonnen hat ihn Franz Böhm für „Dear Future Children“.

3000 Euro schwer ist der Nachwuchspreis „Perspektive Junges Kino“, den Starnbergs dritte Bürgermeisterin Christiane Falk an den ukrainischen Generalkonsul Yuri Yarmilko übergab, der den Preis stellvertretend für die ukrainische Regisseurin Natalya Vorozhbit mit dem Film „Bad Roads“ entgegennahm.

Über den mit 5000 Euro dotierten Fünf-Seen-Filmpreis entschieden Schauspielerin und Regisseurin Lisa Charlotte Friedrich, Blickpunkt-Film-Herausgeber Ulrich Höcherl, Filmkritiker Joachim Kurz, BR-Redakteurin Heike Simon und Journalist Rüdiger Suchsland. Stellvertretender Landrat Matthias Vilsmayer überreichte den Hauptpreis an Kateryna Gornostai für ihr Debüt „Stop-Zemlia“. Gelobt wurden die stilistisch ungewöhnliche Virtuosität und der Einfallsreichtum, mit dem Jugendliche zwischen Pubertät und Erwachsenwerden porträtiert werden.

Die Publikumspreise

Den Horizonte-Filmpreis gewann Sophie Linnenbaum (r.) für „Väter Unser“. Laudatorin war die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises, Sophie von Wiedersperg. 

Neu ist der von Anne und Alex Eichberger gestiftete, mit 3000 Euro dotierte „Klima Award“, für den sieben Filme ins Rennen gingen. „Wir waren keine Cineasten“, sagte Alex Eichberger, der sich aber täglich zwei bis drei Filme angeschaut hat. Der Klimatrailer der Eichbergers wird nun bundesweit gezeigt. Der Preis ging an „Dear Future Children“ von Franz Böhm. Er nahm ihn im Namen einer Mitarbeiterin entgegen, die in Hongkong gerade im Gefängnis sitzt. Den mit 2000 Euro dotierten „Horizonte Filmpreis“ übergab die Leiterin der Gleichstellungsstelle im Landratsamt, Sophie von Wiedersperg, an Sophie Linnenbaum für ihren Film „Väter unser“. „Ein Volltreffer“, wie sie sagte, denn „ohne Männer kriegen wir die Gleichstellung nicht hin“. Mit 5000 Euro dotiert ist der Publikumspreis der Süddeutschen Zeitung. Er ging an „Der Hochzeitsschneider von Athen“ von Sonia Liza Kentermann.

Astrid Amelungse-Kurth

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