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Für die Yena School im tibetischen Kham hat Asia Deutschland im vorigen Jahr die Patenschaft übernommen.

ASIA Deutschland

400 Sponsoren und ein neuer Vorstand

Trotz weltpolitischer Turbulenzen laufen die Hilfsprojekte des Fördervereins ASIA Deutschland erfolgreich, berichtet der Gautinger Dr. Wolfgang Schweiger.

Gauting – Der Arzt, Vater von drei Kindern, hat die Patenschaften für Schüler und Studenten in Tibet und Nepal ins Leben gerufen – vor Ort. Dank der Spenden von Mitgliedern des gemeinnützigen Vereins und 400 Sponsoren ist die Finanzierung von vier Bergschulen in der abgelegenen Himalaya-Provinz Rasuwa bereits gesichert.

Als junger Mediziner hat der Gautinger das Hilfsprojekt 2001 ins Leben gerufen. Seither schreibt ASIA Deutschland mit Sitz in Gauting Erfolgsgeschichte. Zwischen 2001 und 2015 flossen 1,5 Millionen Euro in tibetische Patenschaftsprojekte, in den Schulbau und in medizinisch-humanitäre Hilfe, sagt der der neu gewählte ASIA- Vorsitzende.

Generationswechsel

In dem Förderverein gab es einen Generationswechsel: Aus Altersgründen sei sein Schwiegervater Heinz Auspurg aus dem Vorstand ausgeschieden, sagt Schweiger. Nachgerückt ist er selber. Der leitende Oberarzt der Palliativmedizin am Klinikum Starnberg steht nun an der Spitze von ASIA Deutschland. „Sehr gute Freunde“ von Schweiger und seiner Frau, der Cellistin Gisela Auspurg, stehen ihm dabei zur Seite: Velid Drgalic, Psychologe aus Wessobrunn und Detlef Caspar, Mittelstandsunternehmer in Weilheim, sind neu im Vorstand.

„Vor fünf Jahren war ich zuletzt in Tibet“, sagt Schweiger. Das war nach der verheerenden Erdbebenkatastrophe im Himalaya (wir berichteten). Beim jüngsten großen Erdbeben 2015 mit Tausenden Todesopfern konzentrierte sich der Gautinger aufs Fundrising: „Ich nutzte ein paar Wochen, in denen ich Bereitschaftsdienst und somit etwas Zeit hatte.“ Im Nu hatte Schweiger damals 50 000 Euro für die Erdbebenopfer gesammelt: „Im Rückblick war das besser, die Profis vor Ort mit Geld zu unterstützen.“ ASIA unterhält derzeit gut 200 Patenschaften für Kinder und Studierende.

450 Tibetern Studium finanziert

14 aktive und 20 fördernde Mitglieder gehören dem Verein momentan an. Hinzu kommen 400 regelmäßige Spender, erläutert der Gautinger. Und: „Seit 2004 haben wir fast 450 jungen Tibetern ein Studium ermöglicht.“

Die Administration verschlingt mittlerweile viel Zeit. Mit der Verwaltung hat der Verein deshalb eine junge Minijobberin beauftragt. „Trotzdem geht noch Vieles über meinen Schreibtisch“, sagt der Palliativmediziner.

Regelmäßig habe er Kontakt mit Roberta Marranca in Rom. Die dortige ASIA-Vertreterin kümmert sich um die Patenschaftsprojekte vor Ort. In Tibet hat ASIA International gerade zwei neue Schulprojekte gestartet: eines im Shingrkryi-Kloster, ein weiteres in der Yena School in Kham. Davon profitieren auch komplette soziale Systeme im abgelegenen Hochland des Himalaya, erklärt Schweiger..

„Großes Zugpferd“ bei der Mittelfindung ist das alljährliche ASIA-Benefizkonzert im Gautinger Kulturzentrum Bosco: Im ausgebuchten Konzertsaal begeisterten im vorigen November Wen-Sinn Yang (Cello), Ana Chumachenco (Violine) und Adrian Oetiker (Klavier) 250 Zuhörer. 3800 Euro kamen durch das Konzert als Reinerlös für die Nepal-Erdbebenhilfe zusammen, freut sich Schweigere über das erfolgreiche Projekt.

Christine Cless-Wesle

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