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Kirchlichen Segen für die beiden neuen Feuerwehrfahrzeuge spendete Gautings katholischer Pfarrer Dr. Ulrich Babinsky.

Freiwillige Feuerwehr

Die Taufe der Zwillinge

Über 100 aktive Feuerwehrleute und zahlreiche Gäste feierten die Fahrzeugweihe mit den Pfarrern Dr. Ulrich Babinsky und Klaus Firnschild-Steuer. Das Besondere: Mit den beidenn Tanklösch- und Löschgruppenfahrzeugen hat die Gautinger Wehr gewissermaßen Zwillinge. Beide Lkw sind identisch aufgebaut, das erleichtert die Einsätze.

Gauting – Mit roten Rosen und weißen Lilien waren Florian Nr. 40/1 und 41/1 prunkvoll geschmückt. „Für die Gemeinde Gauting war die Ersatzbeschaffung von zwei Fahrzeugen eine finanzielle Herausforderung“, dankte Kommandant Stefan Klaußner. 880 000 Euro waren für die beiden Ersatzfahrzeuge veranschlagt. Um die Gemeinde nicht noch mehr zu belasten, erklärte Markus Thugut vom Vorstand, habe der Verein 90 000 Euro aus Spenden beigesteuert. Und von der Regierung von Oberbayern werde ein Zuschuss von 100 000 Euro fließen. Sehr viel Freizeit habe sein Vize Alexander Jung in die aufwändige EU-weite Ausschreibung investiert, betonte Klaußner. Am 20. Juni war es dann soweit: Mit Ordnungsamtsleiter Maximilian Donner holte Jung das neue Tanklöschfahrzeug bei Magirus in Ulm ab. Drei Arbeitstage lang gab es Technik-Einweisung. Seit Ende Juni steht auch das zweite neue Löschfahrzeug in Gauting. Gebührend mit Wasserdusche wurden Florian 1 und Florian 2 empfangen. weil beide Fahrzeuge fast identisch sind, reduziere das den Aufwand der freiwilligen Helfer. 450 Übungsstunden haben die Aktiven an den beiden Fahrzeugen bereits absolviert. Mit drei Zusatzsitzen gibt es mehr Platz für die Aktiven im Dienst , so der Kommandant.

Die Kapazität der Wassertanks habe sich um 1000 auf 5000 Liter erhöht. In einer Flächengemeinde wie Gauting, umgeben von Wäldern, sei der große Tank bei Brandeinsätzen ganz wesentlich. „Feuer ist ein ambivalenter Begriff“, sagte die Bürgermeisterin in ihrer Dankesrede an die 80 Aktiven. Zwar sitze jeder gern am Lager-, Kamin- oder Grillfeuer. Doch bei Rettungseinsätzen wie beim Großbrand 2017 in der KIM in Krailling und heuer beim Flammeninferno in Manthal bei Berg, „sind die Bürger auf unsere gut ausgerüstete Feuerwehr angewiesen“. Ausdrücklich dankte die Rathauschefin den Freiwilligen für die 90 000-Euro-Spende. Die Feuerwehrjugend habe eigens Spendenbriefe bei Bürgern ausgetragen. „Kommen Sie gesund und unbeschadet von Ihren Einsätzen zurück“, rief die Rathauschefin den Ehrenamtlichen zu.

Auch den Familien der Aktiven sei zu danken, sagte Pfarrerr Dr. Ulrich Babinsky bei der Fahrzeugweihe mit seinem evangelischen Amtsbruder Klaus Firnschild-Steuer. 

Von Christine Cless-Wesle

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