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Die Führungsriege der Stockdorfer Feuerwehr: Joseph Mergl (Schriftführer), Volker Etzel (1. Vorstand), Martin Mayr (Kassier), Markus Petersen (2. Vorstand), Michael Suhrbier (1.Kommandant), Matthias Körner (2. Kommandant).

Freiwillige Feuerwehr Stockdorf

Zuagroaster der neue Vorsitzende

Klaus Ringhoff haben zwölf Jahre an der Spitze der Stockdorfer Feuerwehr „Spaß gemacht“. Mit 24 Mitgliedern bei der Jugendfeuerwehr, Spendenrekord und insgesamt 80 Aktiven hinterlassen Ringhoff und sein Vize Ludwig Harter ein wohl bestelltes Haus.

Stockdorf/KraillingAbschied nehmen hieß es bei der Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Stockdorf. Karl Ringhoff hatte den Verein zwölf Jahre lang geführt. Auch sein Vize Ludwig Harter gab das Amt ab. Jetzt sollten andere das Ruder übernehmen, meinte Ringhoff im vollbesetzten Nebenraum des Gasthofs Alter Wirt in Krailling.

In geheimer Wahl wurde Volker Etzel (45) zum neuen Vereinsvorstand bestimmt. Der selbstständige Personalberater, ist seit drei Jahren bei der Feuerwehr aktiv. „Mach’ dein Kind stolz auf dich“ – dieser Spruch auf den überall im Würmtal aufgehängten Werbeplakate der bayerischen Feuerwehren hätten ihn angesprochen, erzählt der neue Vereinschef am Rande der Versammlung. Deshalb sei er als „zuagroaster“ zweifacher Familienvater zur Stockdorfer Feuerwehr gestoßen. Schon in seiner badischen Heimatstadt Pforzheim sei er bei der Jugendfeuerwehr aktiv gewesen. Und der Einsatz bei der Feuerwehr sei für einen „Exil-Badener“ bestens geeignet für die Integration, scherzte der Neu-Würmtaler Etzel.

Zu seinem Stellvertreter wählten die Kameraden Markus Petersen. Mit dem wieder gewählten Kassier Martin Mayr und Schriftführer Joseph Mergl ist das Vorstandsteam der Stockdorfer Feuerwehr wieder komplett.

Einigkeit auch bei der Kommandanten-Wahl. Alle 51 anwesenden aktiven Feuerwehrfrauen und -männer bestätigten ihren Chef Michael Suhrbier für weitere sechs Jahre im Amt. „Ihr seid ganz wichtig für die Gemeinde und man spürt bei Euch den kameradschaftlichen und harmonischen Zusammenhalt“ lobte Gautings Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger die Freiwilligen-Truppe auch für deren Nachwuchsarbeit.

214 Einsätze und zahlreiche Übungen mit 4000 Ehrenamtsstunden leisteten die Aktiven im Vorjahr, zog Kommandant Suhrbier Bilanz. Dank der Kohlenmonoxid-Warner, angeschafft von der Gemeinde, sei die Wohnungsöffnung nach einem Suizidversuch mit einem Grill glimpflich ausgegangen. „Andernfalls hätten wir heute eventuell zwei, drei Kameraden weniger“, sagte der Kommandant.

Für Heiterkeit im Saal sorgte die ins Internet eingestellte Rettungsaktion einer Katze. Vor dem Teleskop-Gelenkmast der Gautinger Wehr flüchtete das Tier nämlich bis in die obersten Wipfel eines Baumes. Die Katze fand dann aber aus eigener Kraft zurück auf den Boden, berichtete Suhrbier im Rückblick.

Von 161 teils dramatischen Einsätzen der 24 Ersthelfer berichtete First-Responder-Leiter Thomas Görler. Über einen Rekord freute sich der Jugendleiter: „Wir haben jetzt sieben Mädchen und 17 Burschen in der Truppe, zwei mehr als im Vorjahr.“ 5128 Stunden investierten die Feuerwehrler in die Jugendausbildung – auch als Begleiter zu Ausflügen wie zum Europa-Park Rust. Beim Kreis-Jugendwettbewerb schaffte der Stockdorfer Nachwuchs heuer von 35 Mannschaften den 7. Platz.

Von Christine Cless-Wesle

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