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Werkleiter Klaus Krüger (l.) und Dieter Nafziger, Vorsitzender der Freunde des Würmtals. 

Freunde des Würmtals

„Sauberes Wasser ist ein Segen“

Das Trinkwasser im Würmtal ist von hoher Qualität. Aber: Klaus Krüger, Geschäftsleiter des Würmtalzweckverbandes, warnt vor winzigen Plastikteilchen und Medikamentenresten.

Stockdorf – „Sauberes Wasser ist ein kostbares Geschenk der Natur.“ Daran gibt es für Klaus Krüger, den Geschäftsleiter des Würmtalzweckverbandes (WZV), nichts zu rütteln. Und deshalb freute er sich besonders, dass ihn Vereinschef Gerhard Nafziger zum Vortrag bei den Freunden des Würmtals eingeladen hatte. Rund 35 Interessierte informierten sich am Dienstagabend im gut gefüllten Nebenraum der Stockdorfer TV-Gaststätte „Zadar“ über die hohe Qualität des Trinkwassers im Verbandsgebiet – und die Aktivitäten der Freunde des Würmtals mit aktuell 157 Mitgliedern.

Bei Baumpatenschaften oder dem Umwelttag der Gemeinde Gauting sind die Freunde des Würmtals stets mit von der Partie, erklärte Nafziger zunächst im Jahresrückblick. Die Zusammenarbeit mit Umweltmanager Wilhelm Rodrian sowie der Naturschutz- und Biberbeauftragten Magdalena Bahr im Rathaus sei hervorragend, lobte der Ex-Gemeinderat aus Stockdorf.

„Finanziell beteiligt“ haben sich die Freunde des Würmtals mit Baumpatenschaften an der Pflege der historischen Kastanienallee von Grubmühl. Zur aufwendigen Restaurierung des historischen Wasserrads, Symbol im Gemeindewappen mit Kaiserkrone Karls des Großen, habe der Verein 2500 Euro beigesteuert – und dieselbe Summe nochmals zugesagt fürs heuer anstehende Mühlradl-Fest. Auch beim neuesten Umwelt-Projekt der Regionalmanagerin Katharina Reichel für Radler – Naherholungsgebiete im örtlichen Grubmühlerfeld – sind die Freunde des Würmtals mit im Boot (wir berichteten). „Engen Kontakt“ pflegt der Verein auch zu den Staatsforsten: Neuerdings biete Förster Wilhelm Seerieder im nahen Forstenrieder Park Wildverkauf, hatte Nafziger einen heißen Tipp.

„Weltweit gibt’s nichts Wichtigeres als sauberes Trinkwasser jetzt und in Zukunft“, ist der 77-Jährige überzeugt. Deshalb habe er Werkleiter Klaus Krüger eingeladen. Der wartete zunächst mit Zahlen auf: Der WZV versorgt 52 000 Einwohner in 13 000 Haushalten in Gauting, Krailling, Planegg und Gräfelfing mit Wasser und entsorgt das Schmutzwasser. Mit elektrischen Wasserpumpen werden pro Jahr rund 3,8 Millionen Kubikmeter gefördert. Gewinnungsgebiete liegen im Mühltal sowie im Königswieser und Kreuzlinger Forst. „Das ist ein Segen“, sagte Krüger.

Denn so würden die Menschen in den vier Würmtalgemeinden „aus nächster Nähe mit unbehandeltem Trinkwasser von sehr guter, ständig kontrollierter Qualität“ versorgt. Aber: Winzige Mikroplastikteilchen, die durch jeden Filter gleiten, sowie Medikamentenreste, die ins Abwasser gelangten, seien Probleme. Forscher, Ärzte und Politiker seien aufgefordert, dafür eine Lösung zu finden, denn: „Sauberes Trinkwasser ist keine Ware, sondern ein Grundnahrungsmittel“, betonte Klaus Krüger unterm Applaus der Freunde des Würmtals.

Christine Cless-Wesle

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