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Die U15 der Gauting Indians fährt nächstes Wochenende zur Deutschen Meisterschaft: Trainer Thomas Sorg, Cheftrainer Bernhard Huber, Hauke Wedemann, Philipp Kleehaupt, Emil Lembke, Severin Übelhör, Lennart Sorg, Xaver Sendtner, Trainer Aaron Bushur (hi.v.l.), Lasse Döllefeld, Elias Huber, Jakob Huber, Frederik Vay, Matteo Gründig, Valentin Gaugusch und Jun Young Lee (vo.v.l.). 

Baseball

Baseball-Jugend der Indians Bayerischer Meister

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Erstmals seit 17 Jahren haben sie es wieder geschafft: Die U15-Jugend der Gauting Indians ist Bayerischer Baseball-Meister. Im Finale setzten sich die Würmtaler gegen die in den vergangenen Jahren unbezwingbaren Regensburger durch.

GautingEs stand schlecht um die Jugendlichen der Gauting Indians. Im dritten und entscheidenden Spiel um die Bayerische Baseball-Meisterschaft lag die U15 aus dem Würmtal mit 0:5 gegen die Regensburg Legionäre hinten. „Da haben wir gedacht, es geht den selben Gang wie jedes Jahr“, schwante Anton Übelhör bereits Schlimmes. Mit großem Unbehagen erinnerte sich der Vorsitzende an die schwarze Serie der eigenen Junioren, die in den fünf vergangenen Spielzeiten immer im Finale an den Oberpfälzern gescheitert waren. Doch dieses Mal kam alles anders. Die Indians kämpften sich noch einmal zurück und behielten schließlich mit 8:7 die Oberhand.

Dass es zwischen den beiden Rivalen eng zugehen würde, hatte sich in den beiden ersten Begegnungen der Serie best of three schon angedeutet. Die erste hatten die Oberbayern mit 6:2 für sich entschieden, die zweite mit 3:7 verloren. „Für mich ist das schon ein Riesen-Erfolg“, war Übelhör stolz auf sein Team, das eine Schallmauer durchbrach. Der letzte Titel, den die Rothäute bei einer Landesmeisterschaft an die Würm holten, datiert aus dem Jahr 2002.

Auch wenn Übelhör generös einräumte, „dass auch ein Quäntchen Glück dabei war“, ist der Gewinn der Meisterschaft alles andere als ein Zufallsprodukt. Hinter der starken Mannschaft steht auch ein starker Chefcoach. Bernhard Huber hat dieses Team geformt und mit seinem Engagement einige Spieler so weit entwickelt, dass sie es bis in den Landes- oder gar Bundeskader schafften. „Es ist unglaublich, was er für den Verein leistet“, lobte Übelhör den Trainer, der in seiner Arbeit von Thomas Sorg und Aaron Bushur unterstützt wird.

Die intensive Förderung des Nachwuchs geschieht nicht aus reinem Selbstzweck. In ein paar Jahren sollen die Jugendlichen komplett die Mannschaft in der 2. Bundesliga übernehmen. In der vergangenen Saison haben sich Elias Huber, Lennart Sorg und Severin Übelhör schon als unverzichtbar erwiesen. Obwohl ihnen die Trikots der Männer überhaupt nicht passten, hielten sie bei den Erwachsenen hervorragend mit. „Sie waren eine gute Stütze“, stellte Josef Fischer anerkennend fest. Der Teamsprecher der ersten Mannschaft ist davon überzeugt, dass die Jungen durch ihre Einsätze im Bundesliga-Team auch für ihr eigenes Spiel profitiert haben. „Vor allem beim Pitching hilft das ungemein“, erklärt er. Die jungen Talente müssen mit einem Tempo fertig werden, das sie aus ihren Ligen so nicht kennen.

Von dieser Erfahrung wollen die Indians auch am letzten Wochenende im September profitieren, wenn in Mainz die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft ausgetragen wird. „Ziel ist der dritte Platz“, formuliert Übelhör die Ansprüche des Teams. Die eigentlichen Favoriten heißen Stuttgart und Bonn, die wie die Indians mit einigen Auswahlspielern gespickt sind. Aber das waren die Regensburger ja auch.

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