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Die Bürgermeisterin und die starken Männer: Dr. Brigitte Kössinger mit den Investorenvertretern Sven Sontowski (2.v.l.), Johannes Pohl (3.v.r.) und weiteren Beteiligten bei der Grundsteinlegung. 

Bauprojekt in Gauting

Chance und Herausforderung zugleich

Grundsteinlegung neben dem Bahnhof in Gauting: Das Großprojekt von Sontowski und Partner kann jetzt richtig durchstarten.

Gauting – Pünktlich zur Grundsteinlegung für den neuen Sontowski-Komplex mit Edeka-, Drogeriemarkt, zwei Praxen und 52 Mietwohnungen beim Gautinger Bahnhof strahlte gestern Mittag die Herbstsonne. „Wir sind stolz darauf, was wir gemeinsam geschafft haben“, dankte Johannes Pohl vom Investor den beteiligten Firmen Mauss und Vitzthum, aber auch Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger, Gemeinderäten und Bauamtschef Rainer Härta.

„Der Großteil unserer Bürger freut sich auf Gautings neues Zentrum“, bekräftigte Kössinger beim Festakt auf der Großbaustelle. Und Pohl freute sich: „Endlich ist es soweit.“ Bereits Ende 2016 hatte die Erlanger Investorengruppe Sontowski & Partner vom Gemeinderat den Zuschlag für das Grundstück bekommen. Auf dem etwa 4500 Quadratmeter großen Gelände entstehen bekanntlich drei neue Komplexe mit insgesamt fünf Etagen. In der Tiefgarage – mit künftig gemeinsamer Zufahrt zum gemeindlichen Parkhaus an der Ammerseestraße – stehen 96 Pkw-Stellplätze zur Verfügung. Für den Einzelhandel sind weitere 43 oberirdische Stellplätze geplant.

Ein „durchdachtes Begrünungskonzept“ soll die Aufenthaltsqualität verbessern

Mit einem „durchdachten Begrünungskonzept“, wie es heißt, soll die Aufenthaltsqualität der neuen Ortsmitte aufgewertet werden. Der Mix aus Mietwohnungen und „zwei Frequenzbringern“ stärke auch die kleinen Läden an der Bahnhofstraße, sagte Pohl. Im Sommer 2021 soll der fußläufig erreichbare Komplex mit kurzen Wegen und weniger Verkehr bezugsfertig sein. Die Logistik der Großbaustelle, die das Traditionsunternehmen Mauss Bau gerade an der Hauptverkehrsader Bahnhofstraße neben der Teil-Grundschule umsetze, sei allerdings eine Herausforderung, räumte Pohl ein.

Brigitte Kössinger blickte noch mal auf den Bürgerentscheid vom April 2018 zurück. 54 Prozent der Gautinger waren an die Urnen gegangen, zwei Drittel hatten für das Projekt gestimmt. Natürlich sei jede Baustelle auch mit Belästigungen verknüpft, sagte Kössinger. Doch die Gautinger hätten jetzt die Chance, ihre Mobilität zu wandeln und während der zweijährigen Bauphase die Läden an der Bahnhofstraße trotz fehlender fünf Parkplätze zu stärken – durch den Umstieg aufs Rad. Schließlich habe es auch ihre eigene Mutter geschafft, ihre Familie mit sechs Kindern mit Einkäufen per Fahrrad zu versorgen – „und keiner ist dabei verhungert“.

von Christine Cless-Wesle

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