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Surinder Pal Singh (l.) ist der neue Wirt im „Bären“, Ranjit Singh der Koch: „Indische Küche passt hier aber nicht“, sagen sie. 

Gastronomie in Gauting

Inder kochen bayerisch im „Bären“

Bayerisch-österreichische Küche bietet Surinder Pal Singh seit Kurzem im Gasthaus „Zum Bären“ in Gauting an. Zuvor führte der erprobte Gastronom bereits ein Wirtshaus in Sendling.

Gauting – Das denkmalgeschützte Gasthaus „Zum Bären“ am Entrée zur Villenkolonie liegt den Gautingern am Herzen. Schriftsteller Martin Walser saß schon ebenso in der holzgetäfelten, gemütlichen Erker-Gaststube wie Regisseur Herbert Achternbusch. In den 1980er Jahren retteten mehr als 2250 Bürger mit ihrer Unterschrift das 1911 im Barockstil erbaute Haus am Pippinplatz vor dem Abriss. Seit kurzem führt der gebürtige Inder Surinder Pal Singh (51) das Traditionswirtshaus mit Biergarten. Überraschung: Sein langjähriger Koch Ranjid Singh versteht sich auf bayerisch-österreichische Küche, wie schon die köstliche Frittatensuppe beweist.

„Indische Küche passt hier nicht“, findet Sunrider Pal Singh. Der Gastronom, der früher den „Alten Wirt“ in Sendling bewirtschaftete, hat von München sein Konzept mit bayerisch-österreichischer Küche nach Gauting gebracht – und seinen Koch. Ranjid Singh ist der Herr am Herd im „Bären“.

Auch Gäste des benachbarten Hotels „Bären“ speisen im Restaurant

Und so stehen beim Merkur-Besuch neben der Frittatensuppe auch den beliebten Klassiker Currywurst mit hausgemachter Chipotle-Soße und Pommes, frischen Schrobenhausener Spargel mit Serano-Schinken oder Angus-Lende, Frühlingssalat mit Früchten, klassisches Wiener Schnitzel, gegrillter Zander und Garnelenspieße auf der wechselnden Wochenkarte. Das Restaurant ist gut besucht, auch mit Gästen vom Hotel „Bären“ gleich nebenan.

Das gesamte Service-Personal im Gasthaus hat Surinder Pal Singh von seinen Vorgängern Izumi und Franz Summer übernommen, die den Restaurantbetrieb an den erfahrenen Münchener Gastronom weitergegeben haben. Nur einmal in der Woche, immer dienstags, komme sein früherer Mitarbeiter vom „Alten Wirt“ nach Gauting, verrät Singh – mal in bayerischer Lederhose, mal mit indischem Turban.

Wochentags gibt es erst ab 17 Uhr warme Küche

„Es läuft hier gut“, freut sich der neue Pächter des Gasthauses – über das Gautinger Stammpublikum genauso wie über die mehr als 200 Gäste, die während der Bauma-Messe in München im „Bären“ waren. Weil das Restaurant wochentags erst von 17 bis 23 Uhr warme Küche biete, komme er auch mit dem Personal gut über die Runden. Nur sonn- und feiertags ist schon ab 11.30 Uhr offen.

von Christine Cless-Wesle

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