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Die Gautinger Zehntklässler mit ihren Lehrern vor dem Imperial College in London. 

Otto-von-Taube-Gymnasium

Klimawandel aus dem Koffer erklären

Das Otto-von Taube-Gymnasium in Gauting nimmt gemeinsam mit der Queen Elizabeth’s Grammar School im englischen Faversham seit dem vergangenen Schuljahr an einem ErasmusPlus-Projekt zum Thema Klimawandel teil.

Gauting – ErasmusPlus ist ein Programm der Europäischen Union zur Förderung allgemeiner und beruflicher Bildung. Im Laufe der beiden Schuljahre soll ein „Klimakoffer“ entstehen, der eine Sammlung von Experimenten und Informationsmaterialien enthält. Die ideen für diese Experimente mit Anleitungen hat die Fakultät für Physik der Ludwig-Maximilians-Universität geliefert. Mit dem Koffer sollen bei Workshops die geophysikalischen Hintergründe der globalen Erwärmung verständlich und anschaulich erklärt werden.

Im laufenden Schuljahr befindet sich das Projekt in der zweiten und letzten Runde. Aktuell beteiligen sich die Schüler aller zehnten Klassen des Gautinger Gymnasiums daran. Zum zweiten Projekttreffen reisten die Gymnasiasten mit ihren Lehrkräften Thomas Frank, Felix Then und Stefanie Meincke nach Faversham. „Wie schon bei der ersten Reise nach England haben wir uns entschieden, mit dem Zug statt mit dem Flugzeug zu reisen, um selbst einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und mit gutem Beispiel voranzugehen“, berichtet Stefanie Meincke.

Bei dem Austausch stand erneut eine öffentliche Vorführung der Experimente auf dem Programm. Die fand in der Stadtbibliothek im nahe gelegenen Canterbury statt. Die Schüler präsentierten ihre Experimente Passanten, die sie vorher überzeugen mussten, sich dafür kurz Zeit zu nehmen. Für die deutschen Teilnehmer war es eine doppelte Herausforderung: Sie mussten die geophysikalischen Hintergründe ihrer Experimente erklärung und das dazu noch in englischer Sprache. „Diesen Sprung ins kalte Wasser meisterten alle mit Bravour“, lobt Meincke ihre Schüler.

Wissenschaftliche Erkenntnisse und Möglichkeiten Fragen zu stellen, gab es am zweiten Tag im Imperial College London. Der Kodirektor des dort ansässigen Grantham Institute mit dem Schwerpunkt Umwelt und Klimawandel, Prof. Martin Siegert, bot den Jugendlichen nach einer kurzen fachlichen Einweisung die Möglichkeit zur Diskussion. Dann durften die Jugendlichen eigene Ideen zur nachhaltigen Stadtplanung (in diesem Fall am Beispiel von London) entwickeln und präsentieren.

Am dritten Tag haben die Schüler ihre Experimente diskutiert und bewertet sowie Pläne zur Optimierung erstellt. Bis zum nächsten und letzten Treffen, das voraussichtlich im April stattfinden wird, soll der Klimakoffer fertiggestellt werden. Das werden die Schüler in bewährter Weise in gemischten bilateralen Gruppen erarbeiten. Außerdem sollen Erklärvideos zu den Versuchen entstehen, die jeweils in englischer und deutscher Sprache vertont werden.  

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