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Gemeinsam mit  Pianistinnen verzauberten Lena Neudauers Schützlinge das Gautinger Publikum. 

Kleines Sommerfestival

Bravi für die Schüler der Meisterin

Beim Kammerkonzert des „Kleinen Sommerfestivals“ in der Gautinger Remise war am Samstagabend gleich eine ganze Reihe vielversprechender Meisterschüler der Professorin Lena Neudauer zu hören.

Gauting – Die hoch talentierten Violinisten und Pianistinnen kommen aus der ganzen Welt – wie die Musikstücke, die sie spielten. Die Koreanerin Sewon Cho und die Georgierin Sofiko Tchumburidze zum Beispiel intonierten Bach-Soli, dass es ein wahre Freude war.

Die Gautinger auf ihre Musiktalente mit Recht stolz. Sowohl Lena Neudauer als auch Julia Fischer konzertieren weltweit und bleiben ihrer Heimat doch treu. Entsprechend freudig präsentierte Florian Prey als künstlerischer Leiter der elften Festival-Auflage seine „Lieblings-Geigerin“ Lena Neudauer und ihre acht auserwählten Meisterschüler aus Korea, Georgien, Japan oder Griechenland. Sie hatten einen der begehrten Plätze bei ihr an der Münchner Musikhochschule erobert. Die acht Violinisten konzertierten in Gauting mit den Pianistinnen Min Jung Kim und Tomoko Nishikawa auf so hohem Niveau, dass manche im Publikum fast den Atem anhielten. Innig, mit wunderbarem Strich bot Hiu Sing Fan den „Allegro amabile“-Satz aus der Sonate für Violine und Klavier von Johannes Brahms. Die Koreanerin Sewon Cho intonierte das Grave und die Fuga aus Johann Sebastians Bach Violin-Solo in a-Moll perfekt. Ebenfalls makellos erklang die Sonate für Violine und Klavier mit Master-Absolvent Kostas Malawis aus Griechenland.

Die Georgierin Sofiko Tchumburidze spielte das Presto des Bachschen Violin-Solos in g-Moll derart temporeich und vollendet, dass der erste Bravoruf durch die hohe Remise schallte. Bravo-Rufe gab es auch für die junge japanische Meisterschülerin Asako Limori, die ihren Bogen in der „Tempo di Borea -Double“ aus der Partita in h-Moll von Bach wie im Tanz über die Saiten fliegen ließ. Auswendig und brillant interpretierte die mehrfach preisgekrönte Süd-Koreanerin Gyurim Kwak das Solo der Caprice Nummer 15 von Niccoló Paganini. In der „Fantaisie brilliante“ aus der Gounod-Oper Faust von Henryk Wieniawski vollbrachte ihre frühere Duo-Partnerin Fuga Miwatashi aus Japan ein kleines Wunder: Die Geigenstimme schwebte in ungeahnte, klare Höhen über dem Klavier. Bravi und Applaus wollten nach dem mitreißenden Finale gar nicht enden: Mit ihrer Meisterin spielten die sieben Geigerinnen Brahms’ ungarischen Tanz Nummer 5 in einer Bearbeitung von Lena Neudauer. Die rund 70 Zuhörer in der Remise fragten sich am Ende nur eines: Was sollen diese Meisterschüler eigentlich noch lernen?

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