+
Ein eingespieltes Team: Gautings Revierförster Markus Noack und sein wachsamer vierbeiniger Begleiter „Findus“, ein Deutscher Wachtelhund.

Forstverwaltung Bayern

Neuer Revierleiter: Der Förster und sein wachsamer Begleiter

Das Revier Gauting der Bayerischen Forstverwaltung hat einen neuen Förster. Markus Noack hat die Nachfolge von Florian Mergler angetreten, der bereits im vorigen Frühjahr ins Revier Pfaffenhofen gewechselt war.

Hausen – „Findus“ ist immer an seiner Seite. Der Deutsche Wachtelhund steht schon abmarschbereit neben seinem jungen Herrn an der Holztreppe des Büros im Gautinger Ortsteil Hausen. Der neue Revierförster ist auch Jäger. Markus Noack wohnt in Holzkirchen und und ist dort in zwei Revieren regelmäßig mit „Findus“ auf der Pirsch. Seit Anfang des Jahres ist der 28-jährige Forstoberinspektor für rund 3 600 Hektar Privat- und Gemeindewald zuständig. Sein Revier umfasst die Gemeindegebiete Gauting, Gilching, Krailling und Weßling.

Neben dem Feuerwehr-Weiher in Hausen hat Revierförster Noack sein Büro. Den Nachfolger von Florian Mergler hält es nicht unbedingt in der Amtsstube. Zum Fototermin mit seinem Jagdhund geht es hinaus in den Wald. Schon als Bub wollte Noack Förster werden, erzählt der 28-Jährige. Zielstrebig ging der Oberbayer sein Ziel an. Er studierte zunächst an der Fachhochschule Weihenstephan. Danach absolvierte er die Forstschule Lohr am Main im Spessart. Nach den Stationen in der Rhön bei den Bayerischen Staatsforsten und in Traunstein am Amt für Ernährung und Forstwirtschaft sowie in Kipfenberg im Altmühltal hatte Noack seine erste Anstellung in Holzkirchen. Zum Lernen war das dortige Revier ideal, sagt der Förster. Weil seine Freundin nun in München arbeitet, wechselte der Forstoberinspektor auf die freie Stelle bei der Forstverwaltung in Hausen. Dafür nimmt er auch das tägliche Pendeln ins Würmtal und zurück in Kauf. Sein Traum ist allerdings, für sich und seine Freundin eine bezahlbare Wohnung in München oder im Würmtal zu finden.

An einem Holzstapel im Fichtenwald bei Hausen stoppt der Revierförster seinen Transporter. Der Borkenkäferbefall sei nach wie vor das Hauptproblem in den Wäldern. Nach dem heiß-trockenen Sommer 2018 hat der Parasit nämlich ein leichtes Spiel. Die Fichte stehe als Flachwurzler unter „Trockenstress“, weil Niederschlagswasser auf dem Kiesboden der Münchner Schotterebene sofort durchrinne. „Deshalb forsten wir dem Klimawandel angepasste Mischbestände auf“, erklärt der auch für 440 Hektar Gautinger Gemeindewald zuständige Revierförster. Schon Noacks Amtsvorvorgänger Mergler hat vom Borkenkäfer zerstörte Fichtenmonokultur ersetzt. Zehn Hektar sind im Gautinger Gemeindegebiet bereits mit Mischwald aufgeforstet. Sein Nachfolger macht da weiter: Es dauere allerdings „zwei Generationen“ bis Mischwald hochgewachsen sei.

Auf dem Waldweg in Hausen stoßen Spaziergänger auf massenweise Pferdeäpfel und seitliche „Rückegassen“ für Holzfuhrwerke. Es sei in der Tat nicht ganz einfach, die Interessen aller Waldnutzer unter einen Hut zu bringen, erklärt Noack. Erholungssuchende, die Holzwirtschaft, Radler, Reiter, und Jäger hätten unterschiedliche Ziele. Als Förster sitze man daher „zwischen allen Stühlen“. Doch eines ist klar: Für den Klimaschutz sei Holz ideal, weil es CO2 binde.

Der Borkenkäfer ist nicht das einzige Problem: Mit den Gärtnern des gemeindlichen Bauhofs war Revierförster Markus Noack vor einigen Tagen am Rand des Gautinger Schulcampus. Im Zuge der gemeindlichen Verkehrssicherungspflicht mussten dort Bäume gefällt werden. Unter anderem waren Eschen vom Eschentriebsterben befallen – und drohten umzukippen, erläutert der neue Revierförster.

Von Christine Cless-Wesle

Auch interessant:

Das kann jeder für Bienen und Insekten tun: Gärtnerin und Imker geben Tipps

Bienen auf Garage und Balkon: „Bienenvölker sind nicht gefährlich“

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Präzise Planung findet Gefallen
Es war eine wichtige Sitzung für die Gemeinde Herrsching und auch für den Landkreis, als am Montag Bebauungsplan und Flächennutzungsplanänderung zugunsten eines …
Präzise Planung findet Gefallen
Diebe sägen Schaufenster auf und stehlen teure Uhren
Es ist wieder passiert: Einbrecher haben die Auslage eines Starnberger Juweliergeschäftes ausgeräumt. Der Beutewert ist hoch, die Kripo sucht Zeugen.
Diebe sägen Schaufenster auf und stehlen teure Uhren
Neuer Seniorenbeirat stellt sich vor
Die Gemeinde Seefeld hat einen neuen Seniorenbeirat gewählt. Am Donnerstag, 28. November, findet die erste öffentliche Sitzung des neuen Beirats statt.
Neuer Seniorenbeirat stellt sich vor
Zwei neue Ehrenmitglieder für die Erlinger Trachtler
Der Erlinger Trachtenverein Kienthaler hat zwei neue Ehrenmitglieder ernannt: Adolf Drischberger und Gerhard Öttl.
Zwei neue Ehrenmitglieder für die Erlinger Trachtler

Kommentare