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Neuzugänge: UBG trumpft auf

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Die neue UBG: Kirsten Platzer, Ariane Eiglsperger, Dr. Andreas Albath, Jasmin Klingan und Markus Proksch stoßen zur Gruppierung von Richard Eck (v.l.). Schlagartig sind die Unabhängigen drittstärkste Fraktion im Rat. © Andrea Jaksch

Viele bescheinigten der UBG keine große Zukunft, doch nun ist sie wieder da – mit prominenter Unterstützung und einer ab sofort starken Fraktion im Gautinger Gemeinderat.

Gauting – Aufschwung für die „Unabhängigen Bürger Gauting“ (UBG): Stolz präsentierte der langjährige kommunalpolitische Einzelkämpfer Richard Eck bei der Jahresversammlung am Mittwochabend fünf neue Mitstreiter. Die parteilosen Gemeinderätinnen Ariane Eiglsperger und Kirsten Platzer wechseln zur UBG. Damit wird die Gruppierung drittstärkste Fraktion in Gauting. Jasmin Klingan, langjährige Elternbeiratsvorsitzende am Gymnasium, sowie Dr. Andreas Albath von „ZukunftGauting“ werden bei der Kommunalwahl für die „Unabhängigem“ kandidieren.

Die in den 1990er Jahren von seinem Vater Max Eck und dem verstorbenen Volker Wildt gegründete „Nordbrückenpartei“ UBG sei zuletzt so „dahingedümpelt“, räumte Richard Eck ein. Doch mit dem Zuwachs nimmt die Gruppierung wieder einen Aufschwung. „Ich werde wieder antreten“, erklärte die bisher parteilose Gemeinderätin und Schreibwarenhändlerin Kirsten Platzer; dieses Mal aber auf der Liste der UBG. Die Zusammenarbeit mit Verkehrsfachmann Richard Eck und Ariane Eiglsperger im Gemeinderat mache ihr Freude.

Ariane Eiglsperger kandidiert auch auf der UBG-Liste

„Weiter so“, lobte ihre bisher parteifreie Kollegin Ariane Eiglsperger, die bei der Wahl 2020 ebenfalls auf der UBG-Liste kandidiert. Noch im aktuellen Gemeinderat hat die UBG damit drei Sitze, freut sich Eck. Nach der CSU und den Grünen werden die „Unabhängigen“ so überraschend drittstärkste Fraktion in Gauting.

Jasmin Klingan steht auch für eine Kandidatur bereit, denn: Richard Eck habe sie in kommunalpolitischen Auseinandersetzungen, etwa zum Bürgerentscheid „Real-Schulstandort“, unterstützt. Dr. Andreas Albath, Sprecher von „ZukunftGauting“, will ebenfalls für die UBG kandidieren. Mit Erfolg habe sich die Initiative „ZukunftGauting“ mit Eck schon für die von der Ratsmehrheit favorisierte Bebauung des ehemaligen Grundschul-Areals beim Bahnhof eingesetzt, erinnerte Albath. Deshalb schließe er sich der UBG an. Seine Wahlziele stehen schon fest: Steigerung der Gewerbesteuer, um Kultur und Verein zu fördern, bezahlbarer Wohnraum, denn Gauting solle kein Ort „nur für Wohlhabende“ werden – und „ernsthafter Dialog mit der Bürgerschaft“, auch auf Facebook. Von „ZukunftGauting“ kommen auch die Neumitglieder Markus Proksch und Pavel Körner.

Die Gruppierung will auf soziale Medien setzen

„Wir werden bei den sozialen Medien einsteigen“, kündigt Richard Eck an und präsentierte das aktuelle Logo mit wasserblauen Anfangsbuchstaben, die ins sonnengelbe Mühlradl münden. Auf der Homepage www.ubg-gauting.de biete er Bürgern einen sachlichen „Faktencheck“ zu kommunalpolitischen Themen an, etwa zum Bevölkerungszuwachs im Plangebiet 100 zwischen AOA-Gelände und Wiese Pötschener Straße. Anders als behauptet, zögen dort nicht 1000 Leute zu, sondern nur 606, rechnete er vor: Das seien genauso viele Menschen wie auf der vergleichbaren Fläche an der Postwiese. Und von dort habe er noch nie etwas in Richtung „sozialer Brennpunkt“ gehört.

VON CHRISTINE CLESS-WESLE

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