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BR-Fernsehen sucht „das perfekte Herrchen“ - Gautinger Hundecoach im Mittelpunkt

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Der Stockdorfer Trainer Markus Richter hat natürlich auch eigene Hunde – Jackson ist einer von zwei Husky-Akita-Mischlingen.
Der Stockdorfer Trainer Markus Richter hat natürlich auch eigene Hunde – Jackson ist einer von zwei Husky-Akita-Mischlingen. © Foto: BR/Vincent Dehler

„Oft ist die Beziehung zwischen Mensch und Hund ein riesiges Missverständnis“, sagt Markus Richter – und er sollte es wissen.

Stockdorf – Seit über zehn Jahren ist der 54-Jährige Hundecoach in Stockdorf. von Montag an steht er im Mittelpunkt der neuen Reihe „Das perfekte Herrchen“ im BR-Fernsehen. In fünf Folgen – immer montags ab 20.15 Uhr – beobachtet Markus Richter jeweils einen Hund aus dem Tierheim, recherchiert dessen Geschichte und wählt aus drei Kandidaten das perfekte Herrchen oder Frauchen aus.

Die Vorgesichte und die Rasse sind wichtiger als die Optik

Wer sich einen Hund zulegen möchte, sollte dabei nicht nur nach der Optik gehen, empfiehlt Richter. „Die Vorgeschichte, die Rasse und die damit verbundenen Bedürfnisse sind entscheidend“, sagt er. Wie viel Zeit hat der Halter fürs Gassigehen? Welche Leistung soll der Hund erbringen? Wo kann das Tier unterkommen, während Frauchen oder Herrchen im Urlaub sind? „Ein sportlicher Hund, der acht Stunden täglich im Büro liegen soll, wird eher nicht glücklich werden“, sagt Richter.

Vor allem, wenn ein Tier aus dem Ausland kommt, seien die genauen Umstände häufig unbekannt. Charakter, Vorgeschichte, Erlebnisse – all das ist oftmals nicht eindeutig geklärt. „Dafür sollte man sich die Hilfe eines Hundetrainers holen. Der kann helfen, die Ängste eines Hundes abzubauen“, empfiehlt Richter.

Generell sei die Erziehung sehr wichtig. „Jeder Hund braucht einen Rahmen.“ Die Erziehung sollte sanft und gewaltfrei sein, dennoch sollten Herrchen und Frauchen auch mal ein „Nein“ durchsetzen. „Die Hundemama erzieht ihre Welpen ja auch“, sagt der Trainer. „Das ist wichtig, denn dieser Rahmen bietet dem Hund Halt und Sicherheit.“

Schon vor dem Kauf einen Hundetrainer kontaktieren

Wer bislang noch keine eigenen Hunde hatte, sollte am besten schon vor dem Kauf Kontakt zu einem Hundetrainer aufnehmen. Er könne helfen, das passende Tier zu finden, auch bei einer Auswahl aus dem Tierheim. „Neben einem probeweisen Spaziergang kann auch ein Versuchswochenende aufschlussreich über die Harmonie zwischen Hund und Herrchen sein“, rät er. Ganz wichtig sei auch zu erkennen, wie es dem Hund geht – und nicht falsch zu deuten, wie er sich fühlt. Richter: „Wenn der Hund zum Beispiel Angst vor seinem Herrchen hat, ist es fatal, ihm Liebe und Nähe schenken zu wollen, indem man mit ihm kuschelt.“ Das könne die Situation verschlimmern und ein Fehlverhalten des Hundes festsetzen.

„Natürlich müssen sich Mensch und Hund miteinander arrangieren, aber häufig herrschen eben Missverständnisse vor“, betont der Hundecoach. Wie sich diese vermeiden lassen, will er nun im Fernsehen zeigen. 

Das passiert in der ersten Folge

In der ersten Folge geht es um den fünfjährigen Shiba-Inu-Mischling Fox aus dem Tierheim Ostermünchen. In den kommenden Folgen sucht Richter das perfekte Herrchen (oder Frauchen) für Gracy, Bernie, Hupfi und Sharka. Nach dem geeigneten Hundecoach hatte die Produktionsfirma in ganz Bayern gesucht, holte Empfehlungen unter anderem von Tierzarztpraxen, Tierkliniken und Tierschutzorganisationen ein. Am Ende entschied sich der BR für den Stockdorfer.

Lesen Sie auch diese tierische Geschichte aus dem Kreis Fürstenfeldbruck: Reh-Mama auf Zeit pflegt zwei Kitze (Merkur.de)

Annkathrin Stich

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