Verständnis statt Verbot: Die Gemeinde appelliert mit dem „Miteinander-Weg“ an die gegenseitige Rücksichtnahme der Fußgänger und Radfahrer. Am Freitag weihte Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger den Weg zusammen mit Dr. Michael Groth (Leiter öffentliche Sicherheit und Ordnung. M.) und Falk Domel (Bauhof) ein.
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Verständnis statt Verbot: Die Gemeinde appelliert mit dem „Miteinander-Weg“ an die gegenseitige Rücksichtnahme der Fußgänger und Radfahrer. Am Freitag weihte Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger den Weg zusammen mit Dr. Michael Groth (Leiter öffentliche Sicherheit und Ordnung. M.) und Falk Domel (Bauhof) ein.

Kössinger hofft auf mehr Rücksichtnahme

„Miteinander-Weg“ an der Würm

  • Laura Forster
    VonLaura Forster
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Der „Miteinander-Weg“ in Gauting soll Fahrradfahrer und Fußgänger wieder näher zusammen bringen.

Gauting – „So ein schöner Anlass und so ein hässliches Wetter“, sagte Gautings Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger im strömenden Regen bei der Einweihung des neuen „Miteinander-Weges“ Freitag. Der „Miteinander-Weg“ soll an das gegenseitige Verständnis von Radfahrern und Fußgängern appellieren.

Immer wieder kommt es zu Konflikten. Besonders betroffen: der kleine Weg zwischen dem Angerweg und dem Grubmühler Feld. „Der Wunsch vom Seniorenbeirat war es, den Weg für Radfahrer zu sperren“, sagte Kössinger. „Durch die Fahrweise einiger Radler fühlen sich die Bewohner des nahe gelegenen Seniorenheims eingeengt und bedroht.“ Von einem Verbot hält die Gemeinde allerdings wenig: „Da fahren die Radfahrer trotzdem weiter den Weg entlang.“.

Der Umwelt-, Energie-, und Verkehrsausschuss entschied sich dafür, den Weg als „Miteinander-Weg“ auszuschildern. „Die Schilder sollen die Radfahrer und Fußgänger daran erinnern, Rücksicht aufeinander zu nehmen.“ 1140 Euro hat die Gemeinde für die neun Schilder entlang des Weges ausgeben.

In Kaufering gibt es seit sieben Jahren die Miteinander-Schilder – mit Erfolg. Den erhoffen sich die Gautinger nun auch. „Der Seniorenbeirat war nicht begeistert. Er hätte natürlich lieber ein Verbot gesehen“, sagte Kössinger. Ein Jahr will die Gemeinde nun schauen, ob sich die Situation zwischen Radfahrern und Fußgängern verbessert. „Wenn sich nichts tut, dann müssen wir uns was anderes überlegen.“  

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