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Sanierungsbedürftig: Die Ammerseestraße in Gauting weist viele Schäden auf. 

100.000 Euro zusätzlich

Für Flickerei der Straßen ist mehr Geld nötig

Die Gemeinde Gauting benötigt mehr Geld, um Schlaglöcher auf den Straßen zu flicken. Dafür könnten auch die Anlieger finanziell herangezogen werden.

Gauting Zahlreiche Schlaglöcher hatte die Gemeinde Gauting nach dem vergangenen Winter verfüllen lassen. Folge: Die dafür vorgesehenen Haushaltsmittel seien aufgebraucht, sagte Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses. Wohl oder übel mussten die Räte überplanmäßig weitere 100 000 Euro für das Flicken der Gemeindestraßen bewilligen.

Der für Tiefbau zuständige Rathaus-Mitarbeiter Manfred Kanziora hatte darauf hingewiesen, dass der Etat für die Schlaglochbeseitigung ab dem Haushaltsjahr 2018 grundsätzlich erhöht werden müsse. Darüber hinaus werden auch Grundeigentümer zur Kasse gebeten – über die geltende Satzung, sagte die Bürgermeisterin. Denn etliche Gemeindestraßen würden nur aus Schotter und Teer bestehen. Diese müsse man „von Grund auf herrichten“ – und dazu müssten auch die Anlieger ihren finanziellen Beitrag leisten.

Die Gemeinde zahle nur „die kleine Lösung“, ergänzte Tobias McFadden von der Piratenpartei – das heißt, wenn nur die obere Schicht abgefräst und erneuert wird. Beim kompletten Neuaufbau einer Straße mit Anliegerbeteiligung von bis zu 80 Prozent der Kosten, so wie es der Gesetzgeber vorsehe, gehe mit Sicherheit ein Schrei durch Gauting, prophezeite McFadden.

Wie könne man im Vorfeld verhindern, dass Straßen so weit herunterkommen wie etwa die Ammerseestraße, die als Staatsstraße vom Staatlichen Bauamt Weilheim unterhalten werde, wollte Britta Hundesrügge (FDP) wissen. Für das Flickwerk auf dieser Straße gebe es eine Erklärung, sagte CSU-Fraktionssprecherin Eva-Maria Klinger. Weil die Ammerseestraße nach Fertigstellung des dritten Bauabschnitts der Münchener Straße ab 2019 an der Reihe sei, habe das Bauamt die Trasse wohl „nicht so hergerichtet, wie es wünschenswert wäre.“, erläuterte Klinger das Provisorium.

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