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Ein Jahrgang mit Gemeinsinn: Abitur am Gautinger Otto-von-Taube-Gymnasium

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Den letzten großen Auftritt am Otto-von-Taube-Gymnasium hatten die 107 Schüler des diesjährigen Abitur-Jahrgangs. Zeugnisverleihung und Abendessen fanden in der Schule statt. Lange gefeiert wurde im Anschluss im Pfarrheim St. Benedikt.
Den letzten großen Auftritt am Otto-von-Taube-Gymnasium hatten die 107 Schüler des diesjährigen Abitur-Jahrgangs. Zeugnisverleihung und Abendessen fanden in der Schule statt. Lange gefeiert wurde im Anschluss im Pfarrheim St. Benedikt. © Andrea Jaksch

Stolz und zufrieden mit dem Jahrgang zeigte sich die Direktorin des Gautinger Otto-von-Taube-Gymnasiums bei der Verleihung der Abiturzeugnisse am Freitag. Schwierigkeiten gab es bei der Planung der Feier danach. Doch es fand sich eine Lösung.

Gauting – Über 107 Absolventen freute sich Schulleiterin Sylke Wischnevsky bei der Abifeier in der mit Blumen geschmückten großen Aula des Otto-von-Taube-Gymnasiums. Dieser Jahrgang, „allen voran ihre Lehrkräfte und ihre Eltern“, habe die Herausforderungen der Pandemie mit beeindruckendem Engagement gemeistert, sagte die Direktorin in ihrer Rede. Dies spiegle sich auch in den Noten wider, die ein Zehntel über dem Landesdurchschnitt lägen.

„Lernbereitschaft, Flexibilität, Einfallsreichtum und Disziplin“ seien abverlangt worden, würdigte die Direktorin ihre Abiturienten. Nach der bayernweiten Schulschließung 2020 hätten die Lehrkräfte neues digitales Handwerk gelernt und die Gemeinde Gauting die digitale und hygienische Ausstattung der Schule hochgefahren. „Sie mussten täglich, auf sich selbst gestellt, den Kampf mit dem Kopfkissen gewinnen“, sagte sie in Richtung der Absolventen. Und nach dem Ende des Distanzunterrichtes sei die Anwesenheitsdisziplin in der Oberstufe so hoch gewesen wie noch nie.

Auch auf ihren Gemeinsinn könnten Schüler und Eltern stolz sein, sagte Wischnevsky. Fast alle Abiturienten seien gegen Corona geimpft, hätten konsequent Masken getragen und seien so Vorbild für die Schülerschaft gewesen. Mit diesem Verantwortungsbewusstsein hätten sie Reife gezeigt, auf die Demokratie und Rechtssystem bauen könnten.

Trotz Abistress: Stufensprecher blicken auf „spaßige Schulzeit“ zurück

Wischnevsky blickte in diesem Zusammenhang auch auf das Engagement der Schule für Geflüchtete aus der Ukraine. Es gebe konkrete Hilfsangebote, auf dem Schulcampus würden Lehrkräfte die von der Klaus-Höchstetter-Stiftung geförderten Willkommensgruppen organisieren. Individuelle Freiheit in der Demokratie gebe es nur, „wenn jeder Einzelne sich verantwortlich fühlt und entsprechend handelt. Fühlen Sie sich verantwortlich, zeigen Sie Rückgrat und kämpfen Sie, wenn nötig“, sagte Wischnevsky. „Ich bin zuversichtlich und habe großes Vertrauen in Sie.“

Die Stufensprecher Maximilian Eitelwein und Maximilian Schmidbauer sagten in ihrer Rede, auch wenn der Abistress noch tief in den Knochen sitze, „hatten wir eine spaßige Schulzeit“ mit unglaublich guten Ergebnissen: „35 Prozent von euch haben eine Eins vor dem Komma.“ Aber Corona habe den Jahrgang sehr intensiv gebeutelt, „manche von uns sogar psychisch mitgenommen“.

Ausklang der Abifeier fand im Pfarrheim St. Benedikt in Gauting statt

Nach der Zeugnisvergabe und der Sozialpreis-Verleihung des Fördervereins an Ricarda Lettschulte, Maximilian Schmidbauer, Philipp Middendorf und Lenny Reik gab es noch Abendessen bis 19 Uhr. Der sogenannte „Ausklang“ bis 2 Uhr früh fand dann im Pfarrheim St. Benedikt statt. Die Schüler hätten gerne in der Schule gefeiert. Das habe sie aber nicht genehmigen können, sagte Schulleiterin Wischnevsky gestern auf Anfrage. 19 Uhr sei ursprünglich vereinbart gewesen. Die Anfrage, länger zu feiern, habe sie kurzfristig erreicht. Und es hätten Auflagen des Ordnungsamtes erfüllt werden müssen, etwa das Bereitstellen eines Sicherheitsdienstes.

Durch Vermittlung von drei Abiturienten, die in der Katholischen Jugend aktiv sind, habe Pfarrer Georg Lindl den Pfarrsaal für die Feier angeboten, sagte Stufensprecher Maximilian Eitelwein auf Anfrage. Man wäre schon gerne in der Schule geblieben, aber auch im Pfarrsaal habe man „schön gefeiert – und aufgeräumt“, sagte er und bedankte sich für die Gastfreundschaft. cc

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