1. Startseite
  2. Lokales
  3. Starnberg
  4. Gauting

Ja zu Brücke über Ammerseestraße in Gauting

Erstellt:

Kommentare

Neubau ab 2027: Die Bahnüberführung an der Ammerseestraße wird von der Bahn neu gebaut. Zeitgleich will die Gemeinde eine Brücke für einen Geh- und Radwegen errichten lassen – auch als sicheren Schulweg aus Wohngebieten im Süden.
Neubau ab 2027: Die Bahnüberführung an der Ammerseestraße wird von der Bahn neu gebaut. Zeitgleich will die Gemeinde eine Brücke für einen Geh- und Radwegen errichten lassen – auch als sicheren Schulweg aus Wohngebieten im Süden. © DAGMAR RUTT

Fußgänger und Radfahrer werden in einigen Jahren die Ammerseestraße auf einer Brücke überqueren können. Das hat der Verkehrsausschuss beschlossen. Realisierung: ab 2027.

Gauting – Die gute Nachricht nach der Sitzung des Umwelt, Energie- und Verkehrsausschusses in Gauting: Im Zuge des Neubaus der Eisenbahn-Unterführung an der Ammerseestraße wird eine Fußgänger- und Radfahrer-Brücke für 453 000 Euro realisiert – auch als sichere Querung für Schulkinder aus Königswiesen und dem Wohngebiet Paul-Hey-Straße. Mit 11 gegen zwei hat das Gremium das Ingenieurbüro Grassl mit der weiteren Planung beauftragt. Einstimmig fiel danach die Grundsatzentscheidung für den Ausbau der Ammerseestraße mit beidseitigen Radschutzstreifen.

Bahn will 1899 errichtete Eisenbahnunterführung ab 2027 umbauen

Recht voll besetzt waren die Zuschauerreihen im Foyer am Donnerstagabend, denn Anwohner verfolgen die Verkehrsentwicklung an der Ammerseestraße samt der geplanten Mustersiedlung Am Patchway-Anger, Handwerkerhof sowie geplantem Gewerbegebiet „Gautinger Feld“ mit Argusaugen. Auf der Tagesordnung des Verkehrsausschusses stand die neue, kreuzungsfreie Geh- und Radweg-Verbindung zwischen Bahnweg und Römerstraße, aber auch die Grundsatzentscheidung zum Umbau der Ammerseestraße. Aufgrund ihres „hohen Alters“ wird die Deutsche Bahn die 1899 errichtete Eisenbahnunterführung ab 2027 umbauen, schrieb Tiefbau-Ingenieurin Beatrice Bruns in der Sitzungsvorlage. Im Ausschuss stellte Ingenieur Mihai Pop das Ergebnis der Machbarkeitsstudie vor: Auf der Höhe von Bahnweg und Römerstraße könnte demnach eine neue Stahlbrücke für Fußgänger und Radler als Querung gebaut werden. Sollte die Brücke zeitgleich mit der Eisenbahnüberführung errichtet werden, koste das Bauwerk 453 000 Euro. Bei einem nachträglichen Bau werden unter anderem wegen einer neuerlichen Baustelleneinrichtung circa 565 000 Euro fällig.

„sicherster Schulweg“ von Königswiesen und vom Wohngebiet rund um die Paul-Hey-Straße

Das werde „der sicherste Schulweg“ von Königswiesen und vom Wohngebiet rund um die Paul-Hey-Straße, lobte Richard Eck (UBG) die geplante Brücke. Der Bedarf sei da, auch für Grundschüler, die dort künftig kreuzungsfrei queren, ergänzte Dr. Matthias Ilg (Grüne). Im Alltagsroutenradnetz von 2017 sei diese Route ebenfalls vorgesehen. Zum Zentrum und zum Bahnhof entstünde so eine neue Verbindung für Fußgänger und Radler, lobte auch Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger. Ein weiterer Überweg sei vom AOA-Gelände zur Gartenpromenade geplant. Stephanie Pahl (MiFü) tat sich schwer mit den Kosten – es seien ja noch 80 Prozent Radwege-Förderung zu erwarten, hielt die Bürgermeisterin dem entgegen. Eberhard Brucker (SPD) hingegen sieht „keine Notwendigkeit“ für das Vorhaben. Neues Feuerwehrhaus und Kita-Neubau hätten oberste Priorität. Axel Höpner (MfG) widersprach entschieden: Ein sicherer Schulweg sei eine Notwendigkeit.

Auch eine Grundsatzentscheidung zum bereits vorgestellten Entwurf zum Ausbau der künftig tiefer gelegten Ammerseestraße, einer Staatsstraße, zwischen Parkstraße und Kreisverkehr (wir berichteten) fiel. Nach dem Plan des Ingenieurbüros Haas werden beidseitig Radschutzstreifen angelegt „bis kurz vor der Unterführung“, erläuterte Planer Christian Ostermann in der Sitzung. Wenn auch die Grünstreifen einbezogen werden und dort keine Sparten, also Leitungen, verliefen, könnten 39 der für die Straßenbaumaßnahme zu fällenden Bäume durch 31 neue ersetzt werden. Einstimmig befürworteten die Räte danach den Entwurf mit Gehweg-Mindestbreite von 2,25 Metern. cc

Auch interessant

Kommentare