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Kino-Impresario Matthias Helwig.

Diskussion um Zuschüsse

Kinobetreiber empört Bürgermeister und Gemeinderäte

In den Haushaltsberatungen des Gautinger Finanzausschusses ging es am Dienstagabend auch um die Zuschüsse für Vereine.

Gauting - Zuschüsse an Vereine werden bei der Klausur des Gautinger Gemeinderates im Herbst auf den Prüfstand gestellt. Für das laufende Haushaltsjahr gebe es noch Vertrauensschutz, sagte Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger im Finanzausschuss.Deshalb blieb es bei der 6000-Euro-Förderung des Musikvereins, dem Veranstalter der Konzerte mit der örtlichen Orchestervereinigung. Wolfgang Meiler (BiG) verlangte mehr Transparenz. Er sehe nicht ein, dass die Gemeinde für den Gebäudeunterhalt des Reitervereins in Hausen oder das neue Dach des Reit- und Fahrvereins in der Holzschleif – ein Posten von 13 500 Euro – mitzahlen soll: „Das ist nicht unsere Aufgabe.“Den Antrag für die neue Reihe „ArchitekturSichten“ von Dr. Andreas Romero schmetterte die Ausschussmehrheit sofort ab. Vergeblich hatte sich Jens Rindermann (Grüne) für einen Zuschuss von 1120 Euro stark gemacht. Die Veranstaltungsreihe gebe neue Impulse für die laufende Ortsentwicklung, warb Rindermann.

Stocksauer waren die Bürgermeisterin und einige Gemeinderäte über eine E-Mail von Matthias Helwig. Weil der FInanzausschuss statt der beantragten 15 000 nur 5000 Euro Zuschuss für sein Fünf-Seen-Filmfestival bewilligt hatte (wir berichteten), wandte sich der Betreiber des Gautinger Breitwand-Kinos mit der Mail an alle Gemeinderäte mit dem Vorwurf, seine kulturelle Arbeit werde in Gauting „nicht wertgeschätzt“.Das empörte Benedikt Kössinger (CSU): „Das ist unverschämt.“ Die Gemeinde habe Matthias Helwig beim Stellplatznachweis für sein Kino unterstützt, auch bei der Entsorgung von Altlasten auf dem Kino-Grundstück. Und als Gilchinger SPD-Gemeinderat sei Helwig in einer Fraktion, „die unser Gewerbegebiet im Unterbrunner Holz verhindern will“, ärgerte sich Kössinger.  cc

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