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Jede Stimme zählt: 4000 Unterstützer benötigt die Messie-Partei von Michael Schröter, um an der Europawahl teilnehmen zu dürfen. 

Neugründung

Messie-Partei will Betroffenen Stimme geben

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Die politische Landschaft ist um eine Partei reicher. Michael Ströter hat mit langjährigen Mitstreitern am Donnerstagabend die Messie-Partei gegründet. Sein erklärtes Ziel ist es, bei den Europawahlen antreten zu dürfen.

Gauting– Um bei den Europawahlen im kommenden Jahr antreten zu dürfen, muss Michael Ströter die Unterschriften von 4000 Unterstützern sammeln. Ziel der Messie-Partei ist es, den unter dem sogenannten Messie-Syndrom leidenden Menschen eine größere Plattform zu bieten.

Vor zwei Jahren hat Michael Schröter die erste deutsche Messie-Akademie am Gautinger Hauptplatz gegründet. Der gelernte Altenpfleger hat seit mehr als 15 Jahren Erfahrungen mit den Problemen von Menschen, die unter ihrer Wohn- und Lebenssituation leiden. Sie können sich schlecht von irgendetwas trennen und vermüllen so mit der Zeit ihre Wohnungen, weil sie alles horten, auch Müll. Um die zweieinhalb Millionen Menschen würden in Deutschland unter diesem Syndrom leiden, weiß Schröter. Mit seinen Mitstreitern ist er unterwegs, um den Messies zu helfen und sie professioneller Hilfe aus der Isolation zu holen.

Bei der Parteigründung in den Räumen der Messie-Akademie waren am Donnerstag nach Schröters Angaben 14 Personen anwesend – Messies und Nicht-Messies. Neun sind gleich in die Partei eingetreten. Sie verabschiedeten die Parteisatzung und wählten den Vorstand. 1. Vorsitzender ist Michael Schröter, zu seiner Stellvertreterin wurde Miriam Büttner aus Stadtbergen bei Augsburg gewählt. Die Kasse verwaltet Peter Embacher aus München.

Die Ziele der Partei: Das Messie-Syndrom soll als eigenständige Krankheit anerkannt werden. Die Forschung zum Messie-Syndrom soll gefördert werden. Bundesweit möchte die Messie-Partei in den Gesundheitsämtern Beratungsstellen für Betroffene des Messie-Syndroms schaffen. Das Messie-Syndrom soll in das Studium der Psychologie und in die Ausbildung von Heilpraktikern mit Fachgebiet Psychologie aufgenommen werden. Die Partei fordert auch die Förderung der Fortbildung aller Menschen zum Thema Messie-Syndrom, die beruflich mit Betroffenen zu tun haben. Gefördert werden soll auch die Aufklärung der Öffentlichkeit über das Messie-Syndrom unter anderem durch Vorträge, Buchveröffentlichungen, Radio- und Fernsehberichte und Artikel in Printmedien.

Michael Schröter: „Wir wollen den Betroffenen eine Stimme geben.“ Infos auf www.messie-partei.de.

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