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Das Gautinger Freibad ist sanierungsbedürftig. 6,7 Millionen Euro wird die Gemeinde investieren. 

Gauting

6,7 Millionen Euro für Freibadsanierung

Ein Luxus-Umbau zum ganzjährigen Spaßbad mit Sauna-Kabinen wird es nicht. Doch damit das vor fünf Jahrzehnten fertiggestellte Gautinger Freibad an der Würm weiterlaufen kann, muss die Gemeinde trotzdem ordentlich Geld in die Hand nehmen.

Gauting – Die Würfel fielen am Dienstagabend im Gemeinderat für die von Diplom-Ingenieur Dirk Hartisch vom Grafrather Büro Möller & Partner vorgestellte Variante eins: Für rund 6,7 Millionen Euro werden der Wasserspielplatz für Kinder, das 50-Meter-Sportbecken mit Sprungturm, das Nichtschwimmer-Bassin und der Whirlpool schrittweise generalsaniert.

70 255 Badegäste hatten in der Saison 2017 für fast 226 000 Euro Einnahmen gesorgt, zog der zuständige Techniker Christian Ruhdorfer Bilanz. Sportclub-Abteilung, Schwimmkurs des Eltern-Kind-Programms, Tauschschule Seaworld Stockdorf und Schwimmschule Steffen Pilz hatten das Sommerbad rege genutzt – auch für Schwimmkurse mit Ausländerkindern.

Jetzt ist die vor Olympia 1972 in München errichtete Anlage sanierungsbedürftig. 2016 flossen 272 000 Euro zum Beispiel in die Erneuerung der Holzbrücke. Heuer investierte die Gemeinde weitere 200 000 Euro in Umwälzpumpen, Warmwasser-Filter, Sicherheitstechnik und Abfall-Trennsystem, berichtete Ruhdorfer. Hochwasserschutz an der Würm und Umbau des Baby-Bassins stehen 2018 auf der Agenda.

Seit Ruhdorfer fürs Freibad zuständig ist, „haben wir keine Beschwerden mehr“, sagte Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger. Doch das Kreisbauamt wolle wissen, wie es mit dem Freibad im Überschwemmungsgebiet der Würm weitergeht. Schon im Frühjahr hatte deshalb Diplom-Ingenieur Dirk Hartisch drei Sanierungsvarianten vorgestellt. In der Debatte favorisierte die Mehrheit von 17 Räten Variante 1: Danach werden das 50-Meter-Becken und der von der Jugend gut genutzte Sprungturm erhalten. Eine zusätzliche Rutsche und Massagedüsen sollen das Nichtschwimmer-Becken attraktiver machen. Ab 2019 wird der Freistaat fürs Renovieren von Schwimmbädern 20 bis 30 Prozent Zuschuss leisten, nannte Vize-Bürgermeister Dr. Jürgen Sklarek (SPD) eine Fördermöglichkeit.

„Ich habe das Freibad seit 50 Jahren vor der Nase“, sagte Anwohner Wolfgang Meiler (BiG). Seiner Meinung sei kein bombastischer Umbau mit Steigerung der Attraktivität nötig, denn: „Das Bad funktioniert.“ Die Bürgermeisterin widersprach. Wegen gesprungener Fliesen gebe es schon Probleme mit der Hygiene. Eine schrittweise Sanierung sei also unumgänglich.

Um die Parkplatznot im Sommer zu entschärfen, regte Ariane Eiglsperger (parteifrei) ein Parkdeck an. Sie wolle das nördlich angrenzende Gemeinde-Grundstück nochmals überprüfen lassen, versprach die Bürgermeisterin. Mit einer kleinen Rampe bekomme man möglicherweise den Lärmschutz im Wohngebiet in den Griff. 

Christine Cless-Wesle

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