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Zehn Hektar groß ist die Fläche (rot schraffiert) für ein neues Gewerbegebiet westlich des Geländes der Asklepios Kliniken. Es soll über die Zufahrt zum BRK-Kindergarten an die Staatsstraße angebunden werden. 

Wirtschaft

Zehn Hektar für expandierendes Gewerbe

Der Gautinger Bauausschuss hat das Planungsverfahren für ein Gewerbegebiet westlich der Asklepios-Kliniken auf den Weg gebracht. Dort sollen mittelständische Firmen und Handwerksbetriebe expandieren können, denen das im Zentrum der Gemeinde nicht mehr möglich ist.

Gauting– 24 in Gauting ansässige Unternehmen wollen erweitern. Was den meisten am gegenwärtigen Standort

nicht möglich ist. Ein noch gravierenderes Problem ist für die Firmen mit Sitz im Zentrum der Würmtalgemeinde der Lärmschutz. Um diesen Betrieben zu helfen und ein Abwandern in andere Kommunen zu verhindern, hat die Gemeinde Gauting schon vor zwei Jahrzehnten vom Bund bislang landwirtschaftlich genutzt Flächen erworben. Für dieses etwa zehn Hektar große Areal soll jetzt das Planungsverfahren eingeleitet werden. Das beschloss der Bauausschuss gegen die Stimmen der Fraktion der Grünen und von Christiane Lüst (Soziale Ökologen).

.„Wir waren uns einig, dass wir für unsere ortsansässigen Unternehmen das Gebiet westlich der Asklepios-Kliniken entwickeln“, erinnerte Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger an einen früheren Beschluss. Mit dem bereits beschlossenen Handwerkerhof auf der gegenüberliegenden Seite der Staatsstraße nahe dem Kreisverkehr sei es nicht getan. 24 Unternehmen mit Sitz in Gauting, suchten händeringend Entwicklungsmöglichkeiten, hatte Wirtschaftsförderer Dr. Fabian Kühnel-Widmann den Gemeinderäten in die Sitzungsvorlage geschrieben. In dieser Zahl seien aber weitere Anfragen von Unternehmen aus der Kraillinger Innovationsmeile und dem übrigen Würmtal noch nicht berücksichtigt. Mangels Büro- und Produktionskapazitäten am bisherigen Standort hätten einige Unternehmen schon einen Einstellungsstopp oder müssten gar Aufträge ablehnen.

Die seit 1924 in Stockdorf ansässige Firma Stanz-Schmidt mit derzeit 60 Mitarbeitern sucht schon seit zwei Jahren eine passende neue Gewerbeimmobilie. Die durch das Stanzen erzeugte Geräuschkulisse sei für das benachbarte Wohngebiet ein Problem, erklärt Vertriebsleiter Richard Steiner. Schichtbetrieb zur optimalen Auslastung der Maschinen sei deshalb mitten in Stockdorf nicht möglich.

Auch die vor 110 Jahren gegründete Dietl Feinmechanik (65 Mitarbeiter) in Gauting neben dem neuen Caritas-Seniorenzentrum sucht einen neuen Standort. Für die computergesteuerte Hochpräzisionsproduktion „benötigen wir höhere Decken und belastbare Böden“, erklärt Geschäftsführer Volker Mackert.

Mit 10:3 Stimmen leitete der Bauausschuss das Planverfahren ein. Das Münchner Büro Dragomir soll die Änderung des Flächennutzungsplans vorbereiten.

Von Christine Cless-Wesle

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