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Grundschulareal

Gemeinderäte wollen Ratsbegehren

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Der Kampf um die Zukunft des Gautinger Grundschulareals nimmt Fahrt auf.

Gauting – Nachdem genügend Unterschriften für das Bürgerbegehren von „Gauting aktiv“ gegen die aktuell geplante Bebauung vorliegen, stellt die Ausschussgemeinschaft im Gemeinderat nun einen Antrag auf ein Ratsbegehren – mit dem Ziel, die aktuelle Planung weiter zu verfolgen. 

Bürger sollen im Frühjahr entscheiden

Zeitgleich will sich eine neue Bürgerinitiative gründen, die ebenfalls die aktuelle Planung mit 60 Wohnungen, Verbrauchermärkten und Arztpraxen beibehalten will. Die Entscheidung über das Grundschulareal werden die Bürger im Frühjahr treffen.

Der Antrag der Ausschussgemeinschaft wird sicherlich vom Gemeinderat bewilligt. Unterschrieben ist er von Ariane Eigslperger, Kirsten Platzer (beide parteifrei) und Richard Eck (UBG). Weitere Unterstützung gebe es von Benedikt Kössinger, Eva-Maria Klinger, Franz Jaquet und Lennart Hofstätter (alle CSU), sagt Eiglsperger. Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger hatte ein Ratsbegehren seitens der Verwaltung bereits angekündigt. 

Brief: 14 Gemeinderäte stehen zum Beschluss

Dazu gibt es einen Brief von 14 Gemeinderäten, die zum Beschluss von Dezember 2016 stehen. Auch Tobias McFadden (Piraten), der aus ästhetischen Gründen im Dezember 2016 gegen den aktuellen Entwurf gestimmt hatte, hält es für schlecht, wenn alle Planungen für das Grundschulareal für ein Jahr auf Eis lägen. Damit wären 17 von 25 Ratsmitglieder für ein Ratsbegehren. Genaues ergibt die Sondersitzung am Dienstag, 16. Januar (Beginn: 19.30 Uhr im Rathaus).

Der Antrag der Ausschussgemeinschaft sieht folgende Frage vor: „Sind Sie dafür, dass die aktuelle Planung (Bebauungsplan Nr. 182) auf dem ehemaligen Grundschulareal von der Gemeinde Gauting umgesetzt wird, damit ein dringend benötigtes Wohn- und Geschäftshaus mit Edeka-Markt, dm-Drogerie, Flächen für Arztpraxen und für 60 neue Wohnungen entstehen kann?“ 

Termin für die Wahl steht noch nicht fest

Die öffentliche Diskussion sei von Fehlinformationen und unsachlichen Beiträgen geprägt, heißt es in der Antragsbegründung. „Deshalb soll im Rahmen eines Ratsbegehrens ein umfangreicher sachlicher Informationsfluss sichergestellt werden.“ Zum Beispiel, dass es im Falle eines Erfolgs von „Gauting aktiv“ ein Jahr Stillstand gäbe, sagt Eiglsperger.

Die Bürgerinitiative „Gauting aktiv“ geht mit folgender Frage in den Bürgerentscheid: „Befürworten Sie, dass die Verabschiedung des ausgelegten Bebauungsplans 182/ Gauting für das alte Grundschulareal an der Bahnhofstraße sowie die 46. Änderung des Flächennutzungsplans nicht durchgeführt und diese derzeitig vorliegende Planung nicht weiter verfolgt wird?“

An einem Sonntag im Frühjahr haben die Gautinger die Wahl. An welchem genau, steht noch nicht fest.

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