Max Eck steht in einem Garten.
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Max Eck ist gestorben. Noch im August hatte er seinen 95. Geburtstag gefeiert.

Bürgermedaille-Träger Max Eck im Alter von 95 Jahren verstorben

Das „Gautinger G’wiss’n“ ist verstummt

Gauting trauert um einen verdienten Bürger: Max Eck, Begründer der UBG, das „Gautinger G‘wiss‘n“ und Träger der Bürgermedaille ist tot.

Gauting – Die Gemeinde Gauting trauert um ein „Urgestein“ und einen hoch verdienten Gautinger Bürger: Nach kurzer Krankheit ist Max Eck im Alter von 95 Jahren gestorben. Er ist der Verfasser des „Gautinger G’wiss’n“ und Mitgründer der Unabhängigen Bürger Gauting (UBG). Er hatte sich jahrelang ehrenamtlich um das St. Ulrichskircherl bei Königswiesen gekümmert und war unvergessener Veranstalter der „Mühlradl-Feste“ zugunsten behinderter Menschen im Verein „Unser Club“.

Im August hatte Eck seinen 95. Geburtstag zu Hause in kleinen Kaffeerunden gefeiert. Danach wurde er krank und zusehends schwächer. „Wenn die Kraft nachlässt, ist der Tod eine Erlösung“, schreiben deshalb die beiden Kinder Christl Großmann und Richard Eck in der Traueranzeige. Der Gautinger starb am Donnerstag, ein Jahr nach seiner Ehefrau Emmi. Ihren 65. Hochzeitstag hatten sie noch gemeinsam in ihrem Haus an der Münchener Straße 23 gefeiert. Im Anbau an das Elternhaus hatte Max Eck 1968 seine eigene Druckerei eröffnet. Sohn Richard übernahm später den Betrieb und wohnt noch heute dort.

Unvergessen sind die „S’Gautinger G’wiss’n“-Kolumnen mit kommunalpolitischen Spitzen von Max Eck. 1995 hatte Eck die UBG gegründet, die ursprünglich für eine Nordbrücke vom Friedhof zur Villenkolonie kämpfte. Ein Bürgerbegehren brachte dafür jedoch das Aus. Eck blieb seit Gründung und bis heute Vorsitzender der „Unabhängigen“. Sohn Richard sitzt seit 1996 für die UBG im Gautinger Gemeinderat.

Max Eck wurde 2012 mit der Bürgermedaille für sein ehrenamtliches Engagement geehrt, insbesondere für das Engagement für die St. Ulrichs-Kapelle – das letzte Relikt der verschwundenen einstigen Hofmark Königswiesen. Nicht nur das: Auf dem steilen Waldweg Richtung Bahn oberhalb des Caritas-Mädchenheims habe sein Vater einst eine kleine Holzkapelle entdeckt, restauriert und der Gemeinde übergeben, berichtet Richard Eck. Die Kapelle steht am Wegesrand auf dem Waldfriedhof.

Dort, in der Aussegnungshalle, wird am kommenden Mittwoch, 21. Oktober, 11 Uhr, die Trauerfeier für Max Eck stattfinden – coronabedingt nur im engsten Familienkreis. Anstelle von Blumen bitten die Familie im Namen des Verstorbenen um eine Spende an die Gautinger Tafel, Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg, IBAN: DE 75 7025 0150 0017 0056 12, Verwendungszweck Trauerfall Max Eck.  

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