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Die Arbeitsgruppe „do.MINT!“ mit den Lehrern (v.l.) Jürgen Kaletta, David Schubert und Moritz Flenkenthaler.

Arbeitsgruppe „do.Mint“

Gautinger Gymnasiasten programmieren Lego-Roboter

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Musizieren und Sport treiben, Filme drehen und Theater spielen, naturwissenschaftliche Experimente wagen. Die Gymnasien bieten ihren Schülern mannigfaltige Arbeitsgemeinschaften und Wahlfächer an. Am Otto-von-Taube-Gymnasium in Gauting gibt es die Arbeitsgruppe „do.MINT!“.

Gauting– Mit einer Reihe von Technik-Experimenten und Projekten befassen sich rund 30 Schüler des Gautinger Otto-von-Taube-Gymnasiums (OvTG) im Wahlunterricht „do.MINT!“. „Wir beschäftigen uns mit Messtechnik, Mechatronik, Elektronik, Sensorik, Programmieren und nehmen an entsprechenden Wettbewerben teil“, erzählt Jürgen Kaletta, einer der betreuenden Lehrer des Kurses. Der stellvertretende OvTG-Leiter amtiert zugleich bayernweit als „Landeskoordinator Technik und Technologie am bayerischen Gymnasium“.

Die an dem Kurs teilnehmenden Schüler aus der sechsten bis zehnten Klasse programmieren zum einen Lego-Roboter. „Die Roboter werden nach kurzer Zeit so programmiert, dass sie zum Beispiel beim Fahren auf einem Tisch nicht von diesem fallen, sondern von alleine vor der Tischkante umdrehen oder die Gegenstände, die auf einem Tisch liegen, aufräumen können“, erzählt Jürgen Kaletta. 

Die Roboter stammen aus speziellen „Lego Education“-Paketen

Die Roboter stammen aus speziellen „Lego Education“-Paketen, die das OvTG angeschafft hat, und werden unter anderem mit einer grafischen Oberfläche programmiert. Mit den Robotern bauten fortgeschrittene Schüler zudem die Ein-Personen-Transportmittel „Segways“, kleine „Autos“ mit Fahrassistenz-Systemen sowie Scanner-Modelle. Auch der Bau von eigenen E-Gitarren samt den Tonabnehmern sowie die Realisierung des computergestützten Systems zur Ballverfolgung, „Hawk-Eye“, mit Webcams und Raspberry Pi’s – Platincomputer stehen auf dem Programm.

Neben diesen verschiedenen Projekten nehmen die Schüler des Kurses an Wettbewerben wie „German Young Physicists’ Tournament“, „Experimente antworten“ sowie „Jugend forscht“ teil. Die Jugendlichen führen hierfür selbst Experimente durch und beschäftigen sich etwa mit Messtechnik-Themen. Eine Schülerin hat untersucht, „inwiefern sich durch Schwingungen die Blasenbildung in Flüssigkeiten verändert und welche Randbedingungen darauf Einfluss haben, zum Beispiel die Temperatur“, erklärt Kaletta. Und gewann dafür vor Kurzem beim Regionalwettbewerb von Young Physicists den 3. Platz mit Weiterleitung zum Bundesfinale.

Die Älteren begleiten die Jüngeren

Die Jugendlichen sollen sich in dem Kurs mit selbst gewählten naturwissenschaftlichen Problemen beschäftigen und diese zu lösen versuchen, sagt Jürgen Kaletta. Neben den technischen und naturwissenschaftlichen Inhalten ist insbesondere das Ziel, „dass die Schüler lernen, in einem Team gut miteinander zusammenzuarbeiten, sachlich miteinander zu diskutieren und soziale Kompetenzen zu erwerben, etwa sich gegenseitig zuzuhören und ausreden zu lassen, das ist mir sehr wichtig“, so Jürgen Kaletta. Die Jugendlichen sollen zudem einen Blick in die Berufswelt und Entscheidungshilfen für ihre spätere Berufswahl bekommen. Die zwölf- bis 17-Jährigen belegen den Wahlkurs, der im Computerraum und den naturwissenschaftlichen Fachräumen des OvTGs stattfindet, freiwillig. Drei Lehrer stehen für Fragen und zur Betreuung bereit. „Die Schüler und Schülerinnen arbeiten an den Projekten aber weitgehend selbstständig, die älteren begleiten die jüngeren“, berichtet Jürgen Kaletta. Und alle gemeinsam haben Freude am Experimentieren und Tüfteln.

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