Landessieger aus dem Gautinger Gymnasium: Antonia Schütt (VR Bank, l.), Sieger Daniel Schmidts und Kunstlehrerin Dr. Barbara Lutz-Sterzenbach
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Landessieger aus dem Gautinger Gymnasium: Antonia Schütt (VR Bank, l.), Sieger Daniel Schmidts und Kunstlehrerin Dr. Barbara Lutz-Sterzenbach

Gautinger Fünftklässler gewinnt Wettbewerb „Jugend creativ“ auf Landesebene

Daniel und seine „Ocean City“

Wo wollen wir leben? In der Großstadt oder auf dem Land? In einem Haus oder doch auf einem Boot? Daniel Schmidts (11) findet eine ganz klare Antwort: Überall zur gleichen Zeit. Diese eigene Traumwelt hat er in dem Bild „Ocean City“ zu Papier gebracht – und damit gewann der Fünftklässler des Gautinger Otto-von-Taube-Gymnasiums beim 51. internationalen Wettbewerb „Jugend creativ“ des Bundesverbandes der deutschen Volks- und Raiffeisenbanken den ersten Preis in Bayern in seiner Altersgruppe.

Gauting - Das Werk überzeugt nicht nur durch Kreativität und eine präzise Konstruktion, sondern passt auch perfekt in das Wettbewerbsthema „Bau dir deine Welt – wo wollen wir leben?“. „Ich habe einfach das gemalt, wo ich selber gerne wohnen würde: in einer Stadt, wo man mit Fluggeräten in der Luft leben kann, mit U-Booten unter Wasser und auch noch in verschiedenen Kapseln“, sagt der Elfjährige. Diese Kapseln beherbergen wiederum die unterschiedlichsten Welten: „Man hat eine Oase, Schafe, eine Kaktuswüste, einen Rosengarten, eine Vorratskammer und einen Bootssteg.“

Das Bild von der „Rundum-Stadt“, wie Daniels Vater Ulrich Schmidts sie lachend nennt, entstand im tiefsten Winter-Lockdown – eine Herausforderung, die die Kunstlehrerin Dr. Barbara Lutz-Sterzenbach bewusst auf sich genommen hat: „Ich glaube, besonders Kinder brauchen auch Wettbewerbe, damit sie in dem bestätigt werden, was sie geschaffen haben.“

So kam ihr der jedes Jahr unter einem neuen Motto stattfindende Wettbewerb sehr gelegen. Als Lehrerin und Vorsitzende des Verbandes für Kunstpädagogik in Bayern hat sie in der Zeit des Online-Unterrichts verstärkt festgestellt, dass „das künstlerische Arbeiten den Kindern einen Freiraum einräumt, in dem sie sich ausdrücken können und der auch die Möglichkeit für sie schafft, aus ihrer Lockdown-Blase herauszukommen.“

Dem Bild hat sie das Potenzial sofort angesehen: „Es ist einfach wahnsinnig einfallsreich. Ich glaube, Daniel hat so viele Geschichten im Kopf, und er hat verstanden, dass er mit dem, was er macht, Welten schaffen kann. Und es ist gut, dass er jetzt auch die Bestätigung von außen bekommen hat: Das ist schön und gut, was du machst.“

Daniels Eltern sind unheimlich stolz, vor allem aber freut sich der Vater, „dass in dieser Zeit, wo man sich nur online sah, doch so etwas Tolles, vor allem auch von Seiten der Schule, geschafft werden kann“. Homeschooling sei recht mühsam gewesen. Der Erfolg sei etwas Positives, das Daniel aus der ansonsten oft negativ gefärbten Corona-Zeit mitnehmen kann. In Zukunft will der Elfjährige mit dem Zeichnen weitermachen, auch wenn er Deutsch, Englisch, Basketball und Radeln genauso gerne mag. „Das Wichtigste ist, dass es ihm Spaß macht“, sagen seine Eltern. „Von uns wird er in jedem Fall gefördert.“

Hannah Thalmann, Schülerin der 3. Klasse aus der Grundschule Percha, gelang ebenfalls eine herausragende Platzierung. Sie belegte mit ihrem Bild „Mein Traumhaus mit Pool“ sowohl bayern- als auch deutschlandweit den 4. Platz.

ck

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