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Gautinger SPD wittert Morgenluft - Vorsitzender fordert Kitas in allen Wohnvierteln

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Der SPD-Vorstand (v.l.): Eberhard Brucker (Vorsitzender), Maja Zorn (Schriftführerin), Dr. Carola Wenzel, Ingo Hugger (beide Beisitzer), Dieter Appel (2. Vorsitzender), Andreas Krüger, Lore Krumbholz (beide Beisitzer), Oliver Meyer (Kassier), Christel Romero-Stempel, Dr. Otfried Ischebeck und Dr. Andreas Romero (alle Beisitzer).
Der SPD-Vorstand (v.l.): Eberhard Brucker (Vorsitzender), Maja Zorn (Schriftführerin), Dr. Carola Wenzel, Ingo Hugger (beide Beisitzer), Dieter Appel (2. Vorsitzender), Andreas Krüger, Lore Krumbholz (beide Beisitzer), Oliver Meyer (Kassier), Christel Romero-Stempel, Dr. Otfried Ischebeck und Dr. Andreas Romero (alle Beisitzer). © SPD

Die Gautinger SPD hat Eberhard Brucker erneut zum Vorsitzenden gewählt. Er will sich für fußläufig erreichbare Kitas einsetzen und sorgt sich wegen der „Wachstumspolitik“ um den Ort.

Gauting – Eberhard Brucker bleibt Vorsitzender der Gautinger SPD. Mit seiner Wiederwahl bei der Jahresversammlung hätten die anwesenden 19 Mitglieder seine bisherige Kommunalpolitik unterstützt, sagte Brucker dem Starnberger Merkur. Er setze sich für fußläufig erreichbare Kitas in allen Wohnvierteln ein – mit weniger Autoverkehr.

Keine großen Überraschungen gab es bei den Neuwahlen. In ihren Ämtern bestätigt wurden neben Brucker auch sein Stellvertreter Dieter Appel, Schriftführerin Maja Zorn, Kassier Oliver Meyer sowie die Beisitzer Ingo Hugger, Dr. Carola Wenzel, Lore Krumbholz, Christel Romero-Stempel, Dr. Otfried Ischebeck und Dr. Andreas Romero. Erstmals in den Vorstand gewählt wurde der Neu-Gautinger Andreas Krüger.

Mit 15,8 Prozent bei der Bundestagswahl in Gauting wittert die SPD, die bis 2014 die Bürgermeistern Brigitte Servatius gestellt hatte, wieder Morgenluft: „Ernst Ittner ist der lebende Beweis für eine sozialliberale Koalition“, sagt Brucker mit Blick auf die laufenden Verhandlungen auf Bundesebene. Ittner ist nämlich mit der früheren FDP-Gemeinderätin Christa von Einem verheiratet und trat zu Aufbruchszeiten der sozialliberalen Koalition unter Willy Brandt und Walter Scheel in die SPD ein: Für 50 Jahre Mitgliedschaft in der ältesten Partei der Republik wurde er geehrt.

SPD-Vorwurf: Die CSU habe es versäumt, für ausreichende Kinderbetreuungsplätze zu sorgen

„Die Politik der Gautinger SPD hat sich in den letzten Jahren konsequent der großen kommunalpolitischen Themen angenommen“, betont Brucker. Die CSU habe es versäumt, für ausreichende Kinderbetreuungsplätze zu sorgen. Jedes vierte Kind in Gauting habe keinen Platz. Doch um den Auto-Verkehr einzudämmen, müssten die Plätze über die laufende Standortanalyse gleichmäßig in den Wohnvierteln und Ortsteilen verteilt werden. Das bereits als Bedarfsfläche „Kinderbetreuung“ ausgewiesene gemeindliche Grundstück beim Schulcampus an der Wiesmahdstraße sei „nicht geeignet“. Denn die Wiesmahdstraße sei eine Sackgasse. Die Anwohner hätten deshalb „den doppelten Verkehr“.

Auch die Entwicklung der künftigen sozial-ökologischen Mustersiedlung Am Patchway Anger mit bezahlbarem Wohnraum sowie die des Handwerkerhofs und der künftigen Gewerbegebiete „Gautinger Feld“ und am Sonderflughafen Oberpfaffenhofen sieht Brucker kritisch: Denn dieser Wachstumspolitik mit „bis zu 800 Neubürgern“ im Plangebiet AOA Gauting sowie dem Verkehr oder Wohnbedarf „tausender Beschäftigter aus drei Gewerbegebieten“ sei die Infrastruktur Gautings mit Dauerstau, hohen Mieten und fehlenden Kitas gar nicht gewachsen.

Christine Cless-Wesle

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