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Fleißige Packerlpackerinnen: Cornelia Holstein (l.) und Daniela Kaindl vom Sozialamt der Gemeinde Gauting bereiten Päckchen und Geldbriefe vor, die im Namen der Haerlinschen Stiftung an Bedürftige gehen. 

Spendenaufrufe

Geldregen für Haerlinsche Stiftung

Die Spendenaufrufe von Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger, ihrem Amtsvorgänger Dr. Ekkehard Knobloch und Seniorenbeirats-Chef Dr. Klaus Wagner waren von Erfolg gekrönt: Die Hearlinsche Stiftung freut sich über einen Rekord-Spendeneingang.

Gauting – Gautings Kämmerin Heike Seyberth freute sich im Finanzausschuss am Dienstagabend über ein Rekordergebnis von 61 400 Euro, die im Jahr 2016 auf dem Konto der Haerlinschen Sozialstiftung eingegangen seien. Trotz Null-Zins-Phase konnten so im Vorjahr wieder an 205 bedürftige Gautinger Weihnachtszuwendungen ausgeschüttet werden. Darüber hinaus wurden einmalige Zuschüsse in Höhe von fast 26 000 Euro ausbezahlt.

Diese gingen beispielsweise an Gautinger mit schmalem Budget, wenn ihre defekte Waschmaschine ersetzt werden muss. Darüber hinaus flossen 2016 für Kinderbetreuung und Essensgeld fast 30 000 Euro, aber auch 10 000 Euro als kommunale Mietzuschüsse an Bedürftige, rechnet Rathaussprecherin Charlotte Rieboldt vor.

Dank des überraschend hohen Spendenaufkommens im Vorjahr habe man noch 116 000 Euro in der Rücklage, berichtete die Kämmerin weiter in der Sitzung. Zum Vergleich: In den Jahren zuvor lagen die Spendeneingänge zwischen 16 000 und maximal 26 000 Euro. Doch auf den verdienten Lorbeeren kann sich die Gautinger Sozialstiftung nicht ausruhen: „Der Spendenaufruf für 2017 läuft noch“, berichtete Heike Seyberth. Zum 1. Dezember waren erst 10 500 Euro im Topf.

Rund 197 bedürftige Gautinger bekommen aber auch heuer wieder eine kleine Weihnachtszuwendung von bis zu 100 Euro. Im örtlichen Sozialamt werden zudem wieder fleißig Päckchen geschnürt.

Darüber hinaus werden immer wieder Stiftungsgelder für Notfälle ausbezahlt. Zum Beispiel an die Gautinger Rentnerin, die von ihrem Regelsatz die Kosten für Brille und Zahnersatz nicht stemmen kann. Oder eine Familie mit drei Kindern, aber geringem Einkommen. Der schwerhörige Vater benötige aktuell einen Zuschuss für neue Hörgeräte, berichtet Rathaussprecherin Rieboldt aus dem Alltag des örtlichen Sozialamts.

Erfreulich: Aus einem Nachlass erbte die Stiftung gerade 195 000 Euro. Doch wegen der „vergleichsweise geringen Summe“ gebe es momentan keine Angebote für eine sichere Anlage, die Erträge abwirft, erläuterte die Kämmerin das Problem. „Da die Grundstückspreise am Ort explodierten, kriegen wir keine Immobilie für diesen Betrag.“ Sie werde dazu noch Ideen sammeln. Einmütig befürwortete der Finanzausschuss den „schuldenfreien“ Stiftungshaushaltsplan 2018: Im kommenden Etatjahr sollen Einzelbeihilfen und Weihnachtszuwendungen in Höhe von 35 000 Euro an Bedürftige fließen.

Zum Vergleich: 2016 waren es knapp 26 000 Euro. Der Zuschuss für Kindergarten-Elternbeiträge erhöht sich von 18 000 auf 22 000 Euro, der für kommunale Mietzuschüsse von 10 000 auf 15 000 Euro. Das letzte Wort hat am kommenden Dienstag der Gemeinderat.

Christine Cless-Wesle

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