+
Symbolbild

Energiesparförderprogramm

Gemeinde Gauting installiert Ladestationen

Die Gemeinde Gauting will 5000 Euro investieren, um zwei Ladestationen zu installieren. Damit soll die Elektromobilität in der Gemeinde gefördert werden. Zuschüsse soll es zudem für Solarstromspeicher geben.

Gauting – Ihre Häuser hat die Großeltern-Generation in Gauting längst gedämmt. Das Interesse am einst mit jährlich 100 000 Euro ausgestatteten Energiesparförderprogramm ist nach Worten von Umweltmanager Wilhelm Rodrian seit 2013 rückläufig.

2015 seien knapp 29 000 Euro abgerufen worden, im vorigen Jahr waren es 45 000 Euro. Deshalb wird der Fördertopf im kommenden Jahr von 60 000 auf 55 000 Euro weiter abgespeckt, beschloss der Umwelt-, Energie- und Verkehrsausschuss. Im Gegenzug steigt die Gemeinde ein in die Elektromobilität: Für 5000 Euro wird Gauting ein bis zwei zentrale Ladestationen installieren.

„Ich habe ganz konkrete Anfragen für Ladestationen“, berichtete Rodrian in der Sitzung. Denn auch in Gauting nimmt die Zahl der umweltfreundlichen Elektroautos zu. Das Aufladen der Batterien ist in der Würmtalgemeinde aber noch ein Problem. Bisher bietet nur Christiane Lüst in ihrem Öko-&-Fair-Umweltzentrum eine Ladestation an. Die Ökostrom-Zapfsäule liegt allerdings abgelegen an der Berengariastraße hinter dem Sommerbad. Gautinger Elektro-Fahrzeug-Besitzer würden eher die Ladestationen zum Beispiel bei den Aldi-Märkten in der Umgebung nutzen, sagte die parteifreie Gemeinderätin auf Anfrage.

Um den Start in die Zukunft mit Elektromobilität zu befeuern, sollen ab kommendem Jahr ein bis zwei Ladestationen aufgestellt werden – und zwar zentral in Gauting. Die 5000 Euro dafür kommen aus dem Energiesparförderprogramm.

„Für ein nachhaltiges Verkehrssystem“ sei Elektromobilität eine Schlüsseltechnologie, sagte Umweltmanager Rodrian. Elektrofahrzeuge seien leise, erzeugten keine Schadstoffe und seien in der Lage, alle regenerativen Energien für die Mobilität zu verwenden.

Neu ins Förderprogramm kommen ab 2018 mit Elektromotoren betriebene Lastenbikes. Die kleinen Transport-Räder setzen sich wegen gesunkener Preise immer mehr durch. Weitere Änderung: Im privaten und gewerblichen Bereich soll die Anschaffung elektrisch betriebener Fahrzeuge wie E-Bikes, Pedelecs oder Roller ab kommendem Jahr gefördert werden. Einzige Voraussetzung: Der Antragsteller muss in Gauting gemeldet sein.

Ein Tipp für Häuslebauer: Ins Förderprogramm kommen ab nächstem Jahr Solarstromspeicher für Fotovoltaikanlagen, die ins öffentliche Netz einspeisen, mit einer Maximalförderung von 750 Euro. Die Änderungen beschlossen die Räte einmütig. Applaus gab es am Ratstisch, weil Rodrian derzeit die vom bayerischen Wirtschaftsministerium geförderte zweijährige Fortbildung zum Kommunalen Energiewirt absolviert.     Christine Cless-Wesle

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Dicker Ast fällt auf 71-Jährige
Eine 71-jährige Germeringerin ist am Sonntag gegen 15.30 Uhr im Herrschinger Kurpark von einem herabfallenden Ast getroffen und verletzt worden.
Dicker Ast fällt auf 71-Jährige
Homejacking: Audi S7 gestohlen
Unbekannte sind in Weßling in ein Haus eingebrochen und haben dann einen Audi S7 gestohlen.
Homejacking: Audi S7 gestohlen
Französische Woche in Starnberg fällt heuer aus
Die Französische Woche auf dem Starnberger Kirchplatz fällt heuer aus. Das hat Organisator Ralf Mansour-Agather mitgeteilt.
Französische Woche in Starnberg fällt heuer aus
Auf Streife am Ammersee: Seeadler soll Jagd auf Gänse machen
Wird bald ein Seeadler in Herrsching Jagd auf Gänse machen? Bürgermeister Christian Schiller verfolgt diesen Plan, stößt jedoch auf Skepsis. Von der Starnberger …
Auf Streife am Ammersee: Seeadler soll Jagd auf Gänse machen

Kommentare