+
Der Steinhaufen soll Kleintieren einen neuen Lebensraum bieten, hoffen Max Vogt (l.), Johannes Roth und Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger.

Lebensraum für Tiere

Steiniger Beitrag zum Artenschutz

Es soll ein kleines Paradies für Wärme liebende Tiere werden: Eidechsen, Haselmäuse, Spinnen oder Igel. Gautings Bauhofleiter Johannes Roth hat mit Max Vogt vom Bund Naturschutz einen Berg Natursteine am Waldrand beim so genannten Penny-Kreisel angehäuft. Ein Beitrag zum Thema Artenschutz.

Gauting Wie Totholzbäume kann auch ein Steinhaufen eine ökologische Bedeutung haben. Deshalb hat der Leiter des Gautinger Bauhofes, Johannes Roth, große Natursteine von Wegen im Gemeindewald bei Buchendorf zusammengetragen, um sie im Sinne des Artenschutzes einer nachhaltigen Verwendung zuzuführen – als neuer Lebensraum für Kleintiere.

Mit dem erfahrenen Naturschützer Max Vogt durchforstete Roth Luft-Aufnahmen des Geoinformationssystems (GIS) vom Gautinger Gemeindegebiet Gauting – auf der Suche nach einem geeigneten Standort. Die Wahl fiel auf die sonnige Gemeindewiese am Waldrand hinter dem Wohngebiet Ulmen-/Ahornstraße. Dort bewirtschaftet die Ortsgruppe des Bund Naturschutz schon den naturnahen Magerrasen auf der Insel des Kreisverkehrs und ein „Insektenhotel“.

Die für den Bau von Kieswegen ungeeigneten großen Natursteine sind jetzt im Gautinger Westen zu einem Haufen zusammengekarrt worden. Naturschützer Vogt lieferte aus seinem eigenen Bestand noch Kalksteinbruch und einen ausgehöhlten Stein. In diesem neuen Lebensraum sollen sich Wärme liebende Kleintiere wie Eidechsen, Mauswiesel, Haselmäuse und Igel einnisten, sagt Vogt. Aber auch Spinnen und Käfer. „Wir werden noch mehr Höhlen schaffen“, ergänzt Roth. Vogt wird sich mit seinen Mitstreitern von der BN-Ortsgruppe darum kümmern, dass der Steinhaufen vom angrenzenden Mischwald nicht zugewuchert wird.

Hochzufrieden ist Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger über das Kleintier-Paradies. Damit sich die Gautinger nicht dazu aufgefordert fühlen, ihr Grüngut neben dem Steinhaufen zu lagern, werde ein Mitarbeiter der Rathausverwaltung noch ein witterungsbeständiges Alu-Schild montieren – mit der Aufschrift „Hier ist ein Lebensraum für Insekten und Kleintiere entstanden“, erklärte Kössinger.

Von Christine Cless-Wesle

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Einer fürs Rathaus und vier Frauen
Die Berger CSU hat Robert Schmid zu ihrem Bürgermeisterkandidaten gewählt. Die Liste für den Gemeinderat wartet mit vielen jungen Kandidaten und vier Frauen auf.
Einer fürs Rathaus und vier Frauen
Endstation Baum: Auto rast durch Vorgarten
Eine Autofahrerin hat am Samstag in Herrsching die Kontrolle über ihr Auto verloren und ist durch einen Vorgarten an der Luitpoldstraße gerast. Verletzt wurde zum Glück …
Endstation Baum: Auto rast durch Vorgarten
„Die jüngste Über-100-Jährige“
Der Seniorenchor des Rot-Kreuz-Seniorenhauses in Gilching bringt seiner „jüngsten 100-Jährigen“ ein Ständchen zum Geburtstag.
„Die jüngste Über-100-Jährige“
Wörthsees Sorgenkind ist der Verkehr
Wo drückt die Wörthseer der Schuh? Was bewerten sie am besten? Die CSU hatte die Bürger aufgefordert, im Rahmen einer Umfrage ihre Bewertungen abzugeben. Erste …
Wörthsees Sorgenkind ist der Verkehr

Kommentare