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Das umfangreiche Angebot der Gautinger Bibliothek erklärt Leiterin Doreen Kleiner der Besucherin Traudl Sandl in der einladenden Leseecke.

Angebot erweitert

Gemeindebücherei mausert sich zur Bibliothek

Aus alt wird neu: Mit ihrem Team hat Doreen Kleiner die Außendarstellung der Gautinger Gemeindebücherei aufgemöbelt: Aus der Einrichtung im Rathaus-Tiefgeschoss wurde ein erweitertes Wohnzimmer für alle mit gemütlicher Leseecke, Kaffeeautomat, Laptop, freiem WLAN – und 30 000 Medien zum Ausleihen oder Downloaden.

Gauting– Das zeitgemäße Konzept der Bildungseinrichtung spiegelt sich jetzt im neuen Namen „Bibliothek“ wider. Das haben die Gemeinderäte am Dienstagabend beschlossen. „Alt, muffig und von Spaß befreit.“ So sei bisher das Image der Gemeindebücherei gewesen, erläuterte Doreen Kleiner den Gemeinderäten. Aus der ehemaligen Katholischen Pfarrbücherei, in der Gemeinderat Dr. Benedikt Rüchardt (CSU) einst als Kind seine Lektüre ausgeliehen hatte, wie er sagte, wurde per Vertrag die Gemeindebücherei. Am 1. April 1975 eröffnete die Bildungseinrichtung im Tiefgeschoss des damals gerade neu gebauten Rathauses.

Die Bücherei hat sich längst zur zeitgemäßen Bibliothek mit Wissensvermittlung auf allen Medienkanälen entwickelt. Über das Bürgerservice-Portal www.gemeinde.gauting.de/bibliothek kann man sich auch online anmelden. Am Laptop mit Internet haben Besucher die Möglichkeit, Bewerbungen zu schreiben, erklärt die Bibliotheksleiterin den umfassenden Service. Die einladend möblierte Bibliothek sei ein beliebter Treffpunkt für alle aus allen Kulturen, erklärte Kleiner. Dort werde die Lust am Lesen als Kernkompetenz der Bildung vermittelt. Schon für Kleinkinder gibt es zum Beispiel Vorlesestunden auf Englisch mit Bethan Ilett. Kinder, Jugendliche und Erwachsene haben dort Zugang zu Wissen und Information, so Kleiner.

„Wo ist denn hier der zweite Stock?“, fragte unlängst eine aus München zugezogene Leserin, erzählte Kleiner in der Ratssitzung. Doch von der großen Auswahl an CDs, DVDs, Comics, Büchern, Romanen, Filmen, dem „freundlichen Service“, der gemütlichen Kaffeeecke, der verlängerten Öffnungszeit am Samstag bis 13 Uhr sei die Neu-Gautingerin sofort überzeugt gewesen. Das gelte auch für eine amerikanische Familie, die ihren Wohnort Gauting wegen der attraktiven Bibliothek ausgesucht habe. Jugendliche würden bei ihrer Literatur-Recherche von Mitarbeiterinnen der Bibliothek unterstützt, erklärte die Leiterin. Und ein türkisches Mädchen, „das sich bei uns jede Woche einen Stapel Bücher ausgeliehen hat“, mache jetzt Abitur.

Als Clou spielte Kleiner den anregenden Youtube-Image-Film (www.gemeinde.gauting.de/bibliothek) ab. „Bei uns stehen nicht mehr die Bücher im Mittelpunkt, sondern unsere Besucher.“ Kleiner legte den Gemeinderäten auch ihre Vision ans Herz: Sie hoffe auf ein Wiedersehen 2025, bei der Grundsteinlegung für die neue Gautinger Gemeindebibliothek am 50. Jahrestag. „Wenn wir wie unsere Nachbarn mehr Gewerbesteuern einnehmen“, antwortete Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger. 

Von Christine Cless-Wesle

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