Kommandant Stefan Merkl in der etwas zu kleinen Gerätehalle der Unterbrunner Feuerwehr mit dem alten Feuerwehrauto.
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Genug Platz für ein fast 22 Jahre altes Fahrzeug, aber nicht für ein Hilfeleistungsfahrzeug 20: Kommandant Stefan Merkl in der etwas zu kleinen Gerätehalle der Unterbrunner Feuerwehr.

Umbau geplant

Halle zu kurz für neues Feuerwehrauto: Unterbrunnern fehlen 1,5 Meter für dringend notwendiges HLF 20

Bereits seit einem halben Jahr ist das neue Feuerwehrauto für Unterbrunn genehmigt. Jetzt stellte sich heraus: Es passt gar nicht in die Halle. Die wird nun umgebaut.

Unterbrunn – Das neue Feuerwehrfahrzeug HLF 20 für die Unterbrunner Feuerwehr ist seit Mai genehmigt. Jetzt stellte sich heraus: Die bestehende Halle neben dem historischen Feuerwehrhaus Unterbrunn ist für das HLF 20 zu kurz. Deshalb beschloss der Gemeinderat zusätzliche Umbaumaßnahmen für maximal 35 000 Euro.

Dass die Unterbrunner Wehr ein neues Hilfeleistungslöschfahrzeug 20 (HLF 20) braucht, steht außer Frage. Es wird 440 000 Euro kosten. Denn der bisher genutzte Wagen, ein fast 22 Jahre altes Tragkraftspritzenfahrzeug, hat bereits erhebliche Mängel. Das für die aktuellen Anforderungen der Feuerwehr nicht mehr genügende alte Fahrzeug passte gerade so in das vor zwei Jahrzehnten neu gebaute Gerätehaus neben dem historischen Feuerwehrhäusl im Dorfkern.

Das neue HLF 20 bietet laut Kommandant Stefan Merkl einen großen Löschwassertank für Einsätze auf der Umgehungsstraße und im künftigen Gewerbegebiet „Gautinger Feld“. Doch die Halle, die die Unterbrunner teils in Eigenleistung gebaut hatten, sei für das neue Feuerwehrauto schlichtweg um 1,50 Meter zu kurz, erläuterte Feuerwehrreferent Richard Eck (UBG) in der Ratssitzung am Dienstag. Wer also die Neubeschaffung fürs HLF 20 unterschreibe, „begibt sich aufs Glatteis“.

Kreisbrandrat Peter Bauch bestätigt: Halle ist zu klein

Kreisbrandrat Peter Bauch bestätigte: „Die Unterbrunner Halle ist für das neue HLF 20 zu klein.“ Doch wenn die rückwärtigen Kleiderständer entfielen und die Treppe auf der Westseite rückgebaut werde, gewinne man mehr Arbeitsfläche. Mit einer Länge von 11,5 Meter „sind wir noch auf der sicheren Seite“, sagte Bauch. Dann stimme die Regierung von Oberbayern zu und bewillige eine Fahrzeugförderung von 110 000 Euro.

„Ich will das von der Regierung schriftlich“, forderte Dr. Matthias Ilg (Grüne). Denn die Normvorschrift verlange eine Länge von 12,5 Meter. Auch die Vorgaben der Unfallverhütungsvorschrift würden nicht erfüllt.

„Wir hatten das neue Gautinger HLF 20 schon in unserer Halle“, berichtete Kommandant Merkl. Das Fahrzeug passe gerade rein. „Doch wenn die Feuerwehrleute die Schläuche mit Haspeln rausziehen, brauchen sie die vorgeschriebene Hallenlänge von 12,5 Meter“, betonte Eck. „Es geht um die Sicherheit der Freiwilligen Feuerwehrleute“, ergänzte Jens Rindermann (Grüne). Auch wenn es eine Förderung gebe, sei die Gemeinde arbeitsrechtlich nicht aus dem Schneider, sagte Ilg.

Erweiterung samt Statik überprüfen: Gemeinderat lehnt Grünen-Antrag ab

Die Grünen-Fraktion beantragte deshalb, dass im ersten Schritt die Erweiterung der Halle samt Statik überprüft wird. Mit 15:14 wurde dies knapp abgelehnt. Das Rathaus wurde beauftragt, das neue HLF 20 zu beschaffen, sobald der Förderbescheid der Regierung vorliegt. Notwendige Umbaumaßnahmen am Gerätehaus sind auf 35 000 Euro gedeckelt. Auf Antrag der Fraktion Menschen für Gauting/Piratenpartei erstellt die Gemeinde zudem einen Feuerwehrbedarfsplan für ihre fünf Wehren.

Christine Cless-Wesle

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