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Hobby-Imker Hans Wilhelm Knape zeigt einen der Kästen mit den eingespannten Waben, die der Honig-Dieb abgeschleudert hat. 

Hobby-Imker maßlos enttäuscht

Honig-Dieb muss ein Profi gewesen sein

Im Wald zwischen Königswiesen und Hausen hat ein Dieb mehr als 30 Kilo Honig gestohlen. Jetzt ermittelt die Polizei.

Unterbrunn/Hausen – Wer macht denn so was? Am vergangenen Dienstag hat Hans Wilhelm Knape (58) zwei gefüllte Bienen-Waben-Stöcke für die Honig-Ernte vorbereitet. Als der Imker aus Hausen zwei Tage später zu seinen versteckt gelegenen Bienen-Stöcken zwischen Königswiesen und Hausen kam, waren die beiden Zargen leer.

Für Hobby-Imker Knape steht fest: „Der Dieb muss ein Profi gewesen sein.“ 30 bis 40 Kilo naturbelassenen Honig mit einem Marktwert von etwa 500 Euro hat Knape verloren – und mittlerweile Strafanzeige bei der Gautinger Polizei gestellt.

An einer versteckt liegenden Waldlichtung bei Hausen liegt das Paradies des Imkers. In der Nähe von blühenden Wildblumen einer gemeindlichen Öko-Ausgleichsfläche summen Bienen um große Holzkästen.

„Ich habe sieben Stöcke, die noch im Aufbau sind“, erläutert Knape. Erst vor drei Wochen hatte der langjährige Vorsitzende des Energiewendevereins Jungvölker in Traunstein erworben – von einem Ehepaar in Scheidung. Am vergangenen Dienstag war der erste Honig endlich erntereif: „Ich setzte die Waben nach oben, um sie aus dem Stock herauszunehmen“ – und den frischen Honig später zu schleudern. „Dafür lässt man die gefüllten Waben über Nacht stehen, damit die letzten Bienen wegfliegen“, erklärt er.

Genau diesen Zeitraum muss der Dieb abgepasst haben: Der Täter transportierte die beiden etwa 35 Kilo schweren, abgedeckten Holz-Zargen mit den gefüllten Waben ab, schleuderte sie ab und stellte sie anschließend wieder auf die Bienenstöcke. Am Donnerstag um 8 Uhr entdeckte Knape den Diebstahl: „Das muss ein Profi mit eigener Schleuder gewesen sein“, vermutet der 58-Jährige. Seine Hoffnung: Vielleicht haben Spaziergänger, ein Radler oder eine Reiterin irgendetwas beobachtet, als sie zwischen Dienstag, 18 Uhr, und Donnerstagmorgen an den Bienenstöcken zwischen Hausen und Königswiesen vorbeikamen.

Wenn der Dieb die erbeuteten 30 bis 40 Kilo Wildblumenhonig erst mal in seine eigenen Gläser gefüllt habe, merke das niemand, ärgert sich Knape auch über den entstandenen Schaden. Für den begeisterten Imker in dritter Generation ist diese Dreistigkeit eine große Enttäuschung. Zeugen melden sich bitte bei der Gautinger Polizei unter Telefon (0 89) 8 93 13 30.     cc

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